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Auftaktveranstaltung informiert über Biomasse-Masterplan

Holz, Raps, Grünschnitt und Biogas verwerten – 400 Landwirte und sonstige Fachleute eingeladen – Öffentlicher Infoabend

Das Projekt „Biomasse-Masterplan für den Kreis Ahrweiler“ geht in die Phase der praktischen Umsetzung. Mehr als 400 Landwirte, Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie Vertreter von Forstämtern, Energieversorgern und Entsorgungsunternehmen sind zur Auftaktveranstaltung eingeladen: Dienstag, 6. Dezember, 18 Uhr, Dümpelfeld, DüNaLü-Halle. Wie Landrat Dr. Jürgen Pföhler und der Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrom-Management (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld, Prof. Dr. Peter Heck, betonen, ist die interessierte Öffentlichkeit ebenfalls herzlich eingeladen.

Die Nutzung alternativer Energiequellen werde in Zukunft noch wichtiger als bisher, erklärte Pföhler. Der Kreis Ahrweiler mit seiner überwiegend ländlich geprägten Struktur – 52 Prozent der Kreisfläche bestehen aus Wald – habe aller Voraussicht nach gute Chancen auf diesem Markt. Gewinner der Biomasse-Idee könnten in erster Linie die Land- und Forstwirte sein, die das Ausgangsmaterial für eine umweltfreundliche Form der Energiegewinnung liefern.

Der Kreis hat das Ifas mit einer Biomasse-Projektstudie beauftragt. Die Studie soll mögliche Stoffströme im AW-Kreis aufzeigen, also Potenziale an Biomasse (Angebote) einerseits und Verbrauchern (Nachfrage) andererseits. Zudem sollen zwei bis drei Einzelprojekte vorgeschlagen und deren Umsetzung in die Wege geleitet werden. Beispiele für Biomasse sind nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Holzwirtschaft wie nicht verwendbares Schwachholz zu Heizzwecken, Raps zur Pflanzenölgewinnung, Grünschnitt aus der Landschaftspflege sowie tierische Reststoffe wie Futterabfälle und Gülle, aus denen in Biogasanlagen Energie gewonnen wird.

Nach bisherigen Vorgesprächen zwischen Kreisverwaltung und Ifas sollen jetzt die konkreten Potenziale und Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse erörtert werden. Die Veranstaltung in Dümpelfeld liefert dazu Informationen aus erster Hand. Neben Dr. Pföhler und Prof. Heck berichtet der Landwirt Bruno Leenen, der in Kalenborn eine Biogas-Anlage betreibt. Horst Gies, Geschäftsführer des Kreisbauern- und Winzerverbandes, moderiert.

Auch mit dem Projekt, Photovoltaikanlagen auf den Dächern der kreiseigenen Schulen zu installieren, mache sich der AW-Kreis zum Motor einer ökologischen und ökonomischen Zukunftsentwicklung, ergänzte Pföhler. Der Einsatz von Biomasse sei ein weiterer Schritt, alternative Energie zu nutzen, Abhängigkeiten von Energieimporten zu verringern und die Treibhausgas-Emission zu senken.

FOTO:
Prof. Dr. Peter Heck (l.) und Landrat Dr. Jürgen Pföhler haben den Vertrag zur Biomasse-Projektstudie im Sommer 2005 unterzeichnet.

EINLADUNG an die Medien: Zu dieser Veranstaltung sind Sie auf diesem Wege herzlich eingeladen.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.11.2005

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