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Bahnhof Ahrweiler: Stadt und Kreis nehmen Bahn in die Pflicht

Kritik an Erscheinungsbild und Einstiegsmöglichkeiten – Bahnsteige zu niedrig

Der Bahnhof Ahrweiler und sein Umfeld geben ein ungepflegtes Bild ab. Wenn es nach dem Willen von Stadt und Kreis geht, soll sich dieser Zustand so schnell wie möglich ändern. Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe und Landrat Dr. Jürgen Pföhler fordern mehr Engagement von der Deutschen Bahn.

Ein weiteres Problem neben dem äußeren Erscheinungsbild: Das Einsteigen in die Wagen der Ahrtalbahn ist vor allem für ältere oder behinderte Menschen ein schwieriges Unterfangen. Die Bahnsteige, die zudem in einem Rechtsbogen liegen, sind zu niedrig und verfügen gleisseitig nur über eine wassergebundene Decke.

Bürgermeister und Landrat ziehen beim Ahrweiler Bahnhof an einem Strang. Bei einem Ortstermin erinnerten sie an eine Vereinbarung mit der Deutschen Bahn AG. Denn: Die Fertigstellung des Bahnhofs Bad Neuenahr im Jahre 2001 war an die Zusage geknüpft, dass die DB danach die Station in Ahrweiler verkehrstechnisch und städtebaulich umbaut und ein entsprechendes Antragsverfahren auf Förderung beim Land einleitet.

„Erst der maßgeblichen Initiative der Stadt war es zu verdanken, dass 2001 der Bahnhof in Bad Neuenahr vorbildlich in Schuss gebracht werden konnte,“ erinnerte Dr. Tappe. Der Bürgermeister betonte, es sei nun an der Zeit, den Bahnhof in Ahrweiler ebenso in einen mustergültigen Zustand zu bringen. „Dabei ist die Planungsphase für den Bahnhof Ahrweiler bereits seit längerem abgeschlossen“, sagte Dr. Tappe, „auch das Baurecht wurde durch die Aufsicht führende Behörde, das Eisenbahnbundesamt, geschaffen. Jetzt ist die DB am Zug.“

Auch Landrat Dr. Pföhler plädiert dafür, dass DB und Land die erforderlichen Mittel zeitnah bereitstellen: „Bürger der Region und die vielen Touristen sollen eine moderne, kundenfreundliche Verkehrsstation vorfinden.“ Im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler befänden sich fünf Haltepunkte und Bahnhöfe. „Lediglich der Bahnhof Bad Neuenahr werde seiner bedeutenden Funktion gerecht“, meinte der Landrat.

Stephan Pauly, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel, der über Jahre die planerischen Vorbereitungen zwischen den beteiligten Institutionen begleitet, sieht „die dringende Notwendigkeit“ des Bahnhof-Umbaus. „Seit vielen Jahren werden aus Sicht des Verkehrsverbundes ganze Kundengruppen von der Nutzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs von der jetzigen Anlage ausgeschlossen.“ Der Umbau würde wesentlich dazu beitragen, weitere Kundenpotenziale zu erschließen, so Pauly.

Die DB Station & Service AG führe am Ahrweiler Bahnhof nur die notwendigsten Ausbesserungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durch, hieß es weiter. Bürgermeister und Landrat sehen die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, die für die Koordination der Bauarbeiten zuständig ist, aber in der Pflicht. „Sollte der Umbau im Frühjahr oder Sommer beginnen,“ so Dr. Tappe, „dann könnte der Bahnhof ab Herbst 2006 zur Visitenkarte von Ahrweiler werden.“

Stadt und Kreis blicken bereits weiter nach vorne: Nach Abschluss der Arbeiten am Ahrweiler Bahnhof solle der Bahnhaltepunkt Ahrweiler Markt in Angriff genommen werden.

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Wann kommt die Bahn und erneuert den Bahnhof Ahrweiler? Sven Kleine (Zweckverband Schienen-Personen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz Nord, v.l.), Dr. Hans-Ulrich Tappe, Beigeordneter Guido Orthen, Dr. Jürgen Pföhler und Stephan Pauly nehmen die DB in die Pflicht.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.11.2005

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