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Minusgrade auch in Mülltonnen

Ärger vorprogrammiert – Extremtemperaturen führen zu Biomüll-Problemen

Wenn die Müllmänner in diesen Kältetagen ihre Runden drehen, ist Ärger oft vorprogrammiert. Feuchter Müll friert in den Tonnen fest, die Behälter lassen sich dann nicht leeren. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB) bittet daher die Bürger um Mithilfe.

„Man sollte feuchten Restmüll in Papier einwickeln oder in eine Tüte stecken und dann in die graue Restmülltonne werfen“, rät Abfallberater Volkmar Hintze. In der Praxis aber sehe das anders aus, wie die Müllwerker täglich erleben müssten. „Wenn der Abfall erst mal festfriert, ist meist nichts mehr zu machen“, erklärt Hintze.

Dann helfe auch das Aufklopfen der Tonnen auf den Boden und das Rütteln am Fahrzeug nicht. Der Inhalt klebe fest. Die Tonnen müssten dann – befüllt – wieder zurückgestellt werden. Außerdem: „Wir können die Gefäße bei diesen Temperaturen nicht hart anschlagen. Das Tonnenmaterial wird bei Minusgraden spröde und kann reißen“, so Hintze.

Wenn die Tonnen nach der vermeintlichen Müllabfuhr noch halbvoll sind, reagieren viele Bürger verärgert. „Dann laufen bei uns die Telefonhörer heiß“, berichtet der AWB-Experte und gibt eine Bitte auch der Müllwerker weiter: „Man sollte den Restmüll vor dem Wegwerfen wenigstens in eine Plastiktüte stecken.“

Was sich beim Restmüll für die schwarze Tonne mit einigem guten Willen noch recht leicht lösen lässt, sieht bei den Bioabfällen anders aus. Kreisweit sind 24.000 braune Biotonnen alle 14 Tage zu entleeren. Hintze: „Da haben wir das Gleiche in Grün und sogar noch schlimmer. Denn die Bioabfälle kann man nicht einfach einpacken oder in Tüten stecken. Wir müssen bei diesen Extremtemperaturen einfach in Kauf nehmen, dass der Biomüll schon mal festfriert und nicht abgefahren werden kann.“ Die einzige Lösung sei eine wärmende Garage oder ein sonstiger Raum, in den die Biotonne bei extremer Kälte bis kurz vor der Leerung gestellt werde.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.02.2006

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