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Den Schritt vom Kindergarten in die Grundschule erleichtern

Modellprojekt dient Sprachförderung und Schulvorbereitung – Betreuung montags bis donnerstags

Das Modellprojekt zur frühen Förderung von Kindern im Kreis Ahrweiler ist erfolgreich gestartet. „Die Erfahrungen und Erkenntnisse sollen nach der Auswertung allen Kindergärten und Grundschulen zugute kommen“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Das Modell läuft unter Federführung des Jugendamtes und des Arbeitskreises „Quo Vadis II“ der Verbandsgemeinde Altenahr mit den Kindergärten Ahrbrück und Hönningen sowie der Grundschule Ahrbrück. Weitere Partner sind das Gesundheitsamt, die DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Familienbildungsstätte.

Das Projekt unterstützt die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule und unterbreitet Förderangebote für die Kinder. Der Landrat: „Wir wollen ein Höchstmaß an Familienfreundlichkeit. Daher unterstützen wir die Kindertagesstätten mit Geld und Ideen. Wir arbeiten am neuen Bedarfsplan. Und wir fördern den Ausbau von Ganztagsplätzen, Kinderkrippen und altersgemischten Gruppen für Kinder unter drei und – zur Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern – über sechs Jahren. Diese Bausteine sollen berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.“ Das jetzige Modell in der Verbandsgemeinde Altenahr stelle einen neuen Mosaikstein dar, nämlich die Kooperation zwischen Kindertagesstätten, Grundschule und Kreis, so Pföhler.

Das Ahrbrücker Modell dient unter anderem der Sprachförderung und der Schulvorbereitung. Rund die Hälfte der Kinder im AW-Kreis, die Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, sind Grundschüler mit Schulproblemen und Verhaltensauffälligkeiten. Oft liegen die Defizite im Sprachvermögen und den motorischen Fähigkeiten, verbunden mit Verhaltensauffälligkeiten.

Bei der Sprachförderung setzen die Initiatoren des neuen Kooperationsmodells auf das „Würzburger Trainingsprogramm“, mit dem es seit Jahren gute Erfahrungen in den Kindertagesstätten gibt. Dieses Programm möchte keine schulischen Inhalte in die Kindergärten vorverlagern. Nach dem Motto "Hören, lauschen, lernen" werden wichtige Vorläuferfertigkeiten spielerisch geübt, um möglichen Problemen beim Lesen und Schreiben vorzubeugen.

Das Angebot zur Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Ahrbrück gilt für Schüler der Klassen 1 bis 4. Die Betreuung findet montags bis donnerstags von 12.45 bis 15.45 Uhr im Anschluss an den Unterricht in einem eigens hergerichteten Raum statt. Der Elternbeitrag liegt bei 30 Euro im Monat. Der Kreis hilft mit rund 1.500 Euro im Jahr – den entsprechenden Bewilligungsbescheid überreichte Landrat Pföhler jetzt an Bürgermeister Achim Haag.

Das Gesundheitsamt hat seine Schuleingangsuntersuchung zeitlich vorgezogen und verändert. Die DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie bietet Diagnostiktermine an und sammelt erste Erfahrungen. Auch die Familienbildungsstätte plant mit: In Kürze sollen Angebote vor Ort installiert werden. Die Beteiligten halten das Hand-in-Hand-Arbeiten für unerlässlich, um den Kindern den Übergang vom Kindergarten und die Grundschule zu erleichtern und damit Folgekosten zu vermeiden.

FOTO: Hand in Hand arbeiten der Kreis Ahrweiler mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler (l.) und die Verbandsgemeinde Altenahr mit Bürgermeister Achim Haag beim Modellprojekt zur Frühförderung von Kindern.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.02.2006

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