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Vogelgrippe: Aufmerksamkeit ja, aber keine Panik

Kreis-Amtstier├Ąrzte kl├Ąren auf ÔÇô Hotline der Bundesregierung

Bei der Vogelgrippe gilt der Grundsatz: Aufmerksamkeit ja, Panik nein. Die Amtstier├Ąrzte der Kreisverwaltung Ahrweiler erhalten derzeit zahlreiche Anrufe aus der Bev├Âlkerung. Hier die wichtigsten Punkte.

Aktuelle Ausk├╝nfte zur Gefl├╝gelpest werden erteilt von der Hotline der Bundesregierung, Ruf 01888-529-4601 oder -4602, -4603, -4604 und ÔÇô4605, vom Landesuntersuchungsamt in Koblenz (Ruf 0261/9149111) und im Internet unter www.bmelv.de.

Erstens: Die Vogelpest ist eine Tierseuche, die vorrangig unsere heimischen Nutzgefl├╝gelbest├Ąnde gef├Ąhrdet. Die einzigen in Deutschland bekannten F├Ąlle sind die acht H├Âckerschw├Ąne, drei Singschw├Ąne, ein Habicht und eine Gans, die alle auf R├╝gen verendet aufgefunden und bei denen das H5N1-Virus festgestellt wurde. Die erforderlichen Sperrma├čnahmen und Ringuntersuchungen wurden vor Ort getroffen.

Zweitens: Der sicherste Schutz unserer Nutzgefl├╝gelbest├Ąnde in Zeiten des Zugvogelfluges ist die bereits angeordnete Aufstallung des Hausgefl├╝gels ab 17. Februar. Solange in unseren Best├Ąnden keine Gefl├╝gelpest auftritt, besteht f├╝r Personen, die ansonsten keinen engen Kontakt zu Federvieh haben, kein Risiko. Die Amtstier├Ąrzte appellieren an die rund 500 Hobbygefl├╝gelhalter im AW-Kreis, das Aufstallungsgebot strikt zu beachten.

Drittens: F├╝r alle, also auch Hobby-Gefl├╝gelhalter, besteht die Meldepflicht des Tierbestandes bei der Kreisverwaltung: Veterin├Ąramt, Ruf 02641/975-225. Wer dies noch nicht getan hat, sollte es schleunigst nachholen. Verst├Â├če ziehen Bu├čgelder nach sich.

Viertens: Gefl├╝gelausstellungen und Gefl├╝gelm├Ąrkte sind bis auf weiteres verboten.

F├╝nftens: Der Verzehr von durcherhitztem Gefl├╝gel und Eiern ist unproblematisch, wie immer wieder betont wird. Das Durcherhitzen sch├╝tzt gleichzeitig vor einer Salmonellen-Infektion.

Sechstens: Wer einen einzelnen heimischen Vogel auf seinem Grundst├╝ck findet, sollte ihn unter den ├╝blichen Schutzma├čnahmen beim Umgang mit toten Tieren entweder durch Vergraben oder durch Umh├╝llen mit einer Plastikt├╝te in der grauen Tonne beseitigen. In Wald und Flur regeln die Naturkreisl├Ąufe dies selbst.

Mit dem Fund toter G├Ąnse, Schw├Ąne, Enten, Kormorane und Fischreiher an Gew├Ąsserufern ist nicht automatisch ein Gefl├╝gelpestverdacht zu verbinden. Besorgte B├╝rger sollten diese Funde dennoch dem Veterin├Ąramt oder den Ordnungsbeh├Ârden melden, die weitere Ma├čnahmen veranlassen. Bis heute sind bei weit ├╝ber 500 Wildvogeluntersuchungen in Rheinland-Pfalz keine Nachweise von H5N1-Virus zu verzeichnen. Wichtig: B├╝rger sollten tote V├Âgel an Gew├Ąssern nicht anfassen.

Siebtens: Hunde und Katzen sollten von verendeten Tieren ferngehalten werden, da sie sich auch an zahlreichen anderen Krankheiten infizieren k├Ânnen. Eine Verbindung zur Vogelgrippe w├Ąre sehr spekulativ. Andere bekannte Infektionen wie Tollwut, Leptospirose, Bandwurm oder Fl├Âhe, die vom Haustier auf Menschen ├╝bertragen werden k├Ânnen und ├╝ber die jeder Tierarzt Auskunft erteilt, haben eine viel gr├Â├čere Bedeutung.

Achtens: Eltern sollten ihren Kindern fr├╝hzeitig den Umgang mit toten Tieren erkl├Ąren, die in der Natur immer wieder anzutreffen sind. Dies ist eine der wichtigsten gesundheitlichen Vorsorgema├čnahmen.

Fazit: Die sinnvollen Vorsorgema├čnahmen bei der derzeitigen Seuchenlage in unserer Region lauten:
┬Ě Konsequente Aufstallung des heimischen Nutzgefl├╝gels,

┬Ě erh├Âhte Aufmerksamkeit bei der Beobachtung der Wildvogelbest├Ąnde durch Naturschutzverb├Ąnde, J├Ąger und F├Ârster,

┬Ě Information des Veterin├Ąramtes ├╝ber Todesf├Ąlle bei Wassergefl├╝gel wie Enten, G├Ąnse und Schw├Ąne, damit die notwendigen Untersuchungen veranlasst werden k├Ânnen,

┬Ě sowie die Beachtung allgemeiner Hygieneregeln beim Umgang mit toten Tieren.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.02.2006

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