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(Z)Sauberhafter AW-Kreis: 1.200 Helfer sammelten Abfälle in 70 Orten

Landrat war dabei und lobte den Einsatz der Ehrenamtlichen – Dosenpfand wirkt

Der Dreck kam weg – und wie: In 70 Dörfern und Stadtteilen fassten sich mehr als 1.200 Helfer ein Herz und packten tatkräftig mit an, als es unter dem Motto „(Z)Sauberhafter Kreis Ahrweiler“ ans Großreinemachen in Feld und Flur ging. 350 Kubikmeter Müll trugen die ehrenamtlich Aktiven zusammen. Das entspricht der Ladung von 14 Müllwagen. Hinzu kamen 400 Altreifen, die Umweltsünder zuvor illegal an Bachufern und Böschungen, Wäldern und Wegen weggeworfen hatten.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler war bei zwei der 70 Aktionen dabei: beim Jugendhilfeverein und in der Gemeinde Dernau. „Ich bin hocherfreut, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Helfer mitgemacht haben. Das zeugt von Umweltbewusstsein, Heimatliebe und dem Wunsch, in sauberen Dörfern und Städten zu leben“, meinte der Kreis-Chef. Ebenso erfreulich sei der Aufwärtstrend dieses mittlerweile dritten kreisweiten „Dreck-weg-Tages“.

Die hohe Teilnehmerzahl der ersten beiden Aktionen in 2004 und 2005 mit jeweils rund 1.200 Helfern sei gehalten worden. Während die ehrenamtlichen Reinigungstrupps im Vorjahr in 60 Orten ausrückten, stelle die jetzige Zahl von 70 Orten eine willkommene Steigerung dar, so Pföhler. Neu in diesem Jahr: die Handschuh-Aktion. Insgesamt 1.400 Arbeitshandschuhe aus Leder hatte das Entsorgungsunternehmen Remondis kostenlos zur Verfügung gestellt, wie der Landrat dankend unterstrich.

Bei der frühzeitigen Terminplanung waren die Witterungsverhältnisse nicht kalkulierbar. Walter Reichling, Werkleiter des organisierenden Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB): „Wir haben den Termin dieses Mal später gelegt als in den Vorjahren. Trotzdem hat der lange Winter den Helfern in mehreren Gemeinden einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Vor allem in den Höhengemeinden der Eifel sei die Saubermachaktion vom 11. März auf die nachfolgenden Samstage am 18. und 25. März verlegt worden.

In Dernau war die Beteiligung besonders groß. Mehr als 60 Helfer aus allen Vereinen machten mit beim Frühjahrsputz im und um den Ort. Um eine andere „Baustelle“ kümmerte sich das Team des Jugendhilfevereins (JHV) mit Projektleiter Ulrich Jablunowski und knöpfte sich die Böschungen am Wanderparkplatzes zwischen Bad Neuenahr und Lantershofen vor. „An dieser Stelle wird leider häufig Abfall abgelagert“, weiß Bert Bertram vom AWB. Bereits vor zwei Jahren habe dort eine Generalreinigung stattgefunden. Im Vergleich zur damaligen Reinigungsaktion seien die jetzt aufgerafften Müllmengen deutlich zurückgegangen. Dieser Trend sei in vielen Gemeinden zu beobachten: Wo die Saubermachaktion seit Jahren regelmäßig laufe, habe jetzt weniger Dreck in der Landschaft gelegen, so Bertram.

Auch die Einführung des Dosenpfands auf Getränkeverpackungen trage Früchte. Standen die Blechbüchsen vor zwei Jahren noch ganz oben auf der Liste der weggeworfenen Abfälle, so seien sie jetzt kaum noch zu finden gewesen. Außerdem seien sie diesmal meist verrostet gewesen – ein Indiz dafür, dass sie aus der Zeit vor Einführung des Dosenpfandes stammten.

FOTO: Tatkräftige Unterstützung fanden die Jugendlichen des Jugendhilfevereins. Landrat Dr. Jürgen Pföhler half beim Saubermachen des Wanderparkplatzes vor Lantershofen.

FOTO: Eine runde Sache war der Dreck-weg-Tag in Dernau, wo Ortsbürgermeister Manfred Wolff (4.v.l.) mehr als 60 Saubermänner aktivierte und in Landrat Pföhler (2.v.r.) zusätzliche Hilfe fand.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.03.2006

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