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Landwirte, Förster und Unternehmer setzen auf Biomasse

Landrat: „Im AW-Kreis schier unerschöpflich vorhanden“ – Hohes Interesse wegen steigender Energiepreise – Neue Einnahmequelle für Landwirte – IfaS kartiert

Das Biomasse-Projekt des Kreises Ahrweiler hat den nächsten Schritt der praktischen Umsetzung getan. Wie sieht die realistische Einschätzung der vorhandenen Potenziale an Biomasse aus? Diese Frage wurde jetzt in drei Werkstattgesprächen mit Vertretern der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Abwasser- und Abfallentsorgung sowie mit Unternehmern erörtert.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler sieht „unser neues ökologisches Großprojekt auf gutem Weg“. Die Energiegewinnung aus Biomasse, die im AW-Kreis „schier unerschöpflich vorhanden“ sei, stoße wegen der steigenden Energiepreise auf hohes Interesse und verschaffe vor allem den Landwirten neue Einnahmequellen. „Wir segeln beim Thema Ökologie ganz vorne am Wind“, sagte der Landrat beim Werkstattgespräch mit Landwirten, das beim Kreisbauern- und Winzerverband stattfand. Mit dem Institut für angewandtes Stoffstrom-Management (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld und dessen Direktor Prof. Dr. Peter Heck stehe dem Kreis „ein Top-Beratungsteam zur Seite“, das den Biomasse-Masterplan erstelle, betonte der Landrat.

Beispiele für Biomasse sind nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft, die sich zur Wärme- und Stromgewinnung nutzen lassen, Raps zur Pflanzenölgewinnung, Grünschnitt aus der Landschaftspflege sowie weitere organische Abfallprodukte und tierische Reststoffe, die energetisch verwertbar sind.

Eine erste Ermittlung der Biomassepotenziale im AW-Kreis liefert die „Studie zur Weiterentwicklung der energetischen Verwertung von Biomasse in Rheinland-Pfalz“, kurz: Biomassepotenzialsstudie. Demnach entspricht die geschätzte Gesamtmenge einem Heizwert von 19,8 Millionen Litern Heizöl. Das IfaS ist jedoch sicher, durch die detaillierte Untersuchung weitere noch unberücksichtigte Möglichkeiten zu finden. Das Institut wertet die Potenziale und Projektideen jetzt aus. Diplom-Ingenieurin Anja Folz vom IfaS: „Ein aktueller Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Kartierung vorhandener Potenziale zur Nutzung der Biomasse.“

FOTO: Der Landrat, die Landwirte und die Frage: Welche wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten bringt die Biomasse.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.03.2006

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