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Jeden Monat werden 250 erlegte Wildschweine gelagert und beprobt

Kreisweit drei Sammelstellen – Landrat: „Jäger sind verlässliche Partner“

Auf die weitere Unterstützung im Kampf gegen die Schweinpest hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler die Jäger im Kreis Ahrweiler eingeschworen. „Sie sind seit Jahren unsere verlässlichen und kompetenten Partner – wir brauchen Sie auch in Zukunft“, sagte Pföhler bei einer Versammlung mit Jägern auf dem Marienhof in Sinzig-Franken.

Dort wurde die dritte Sammelstelle für erlegte Wildschweine eingerichtet. In diesen Wildsammelstellen – die beiden anderen befinden sich in Hochacht und in Müsch (Verbandsgemeinde Adenau) – werden die Tiere kühl gelagert, bis die entnommenen Proben im Landesuntersuchungsamt Koblenz getestet sind. Anschließend wird das Fleisch für Verkauf und Verzehr freigegeben.

Die Einrichtung der drei Wildsammelstellen wurde nötig, weil der Kreis Ahrweiler neben dem Kreis Daun und Teilen des Kreises Mayen-Koblenz zum von der Wildschweinpest gefährdeten Bezirk ausgewiesen wurde. Anlass waren mehrere positiv getestete Wildschweine im benachbarten Kreis Euskirchen sowie drei Seuchenfälle in Dorsel, Aremberg und Schuld (VG Adenau). Die drei Sammelstellen sind seit November 2005 beziehungsweise seit Februar 2006 in Betrieb. Im Monat werden dort jeweils 80 bis 90 Tierkörper eingebracht, insgesamt also rund 250 erlegte Wildschweine. Die Wildschweinpest ist für Menschen ungefährlich, stellt aber eine Gefahr für Hausschweine dar.

Die Eheleute Walburga Frömbgen-Engbert und Edgar Engbert haben die Vorrichtung auf dem Marienhof in Franken an den Kreis verpachtet und sorgen für die technische Wartung der Sammelstelle. Diese ist mit einem Vorraum und einem Kühlcontainer zur Lagerung der Aufbrüche ausgestattet. Der Standort steht den Jägern rund um die Uhr zur Verfügung.

Ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Schweinepest ist die Impfung der Wildschweine per Köder. Bei der ersten Doppelimpfung dieses Jahres legten die Jäger kreisweit 55.000 Impfköder aus. Im Laufe des Jahres sind weitere vier Impfaktionen geplant. Bei den vorherigen Aktionen gegen die Schweinpest, die über drei Jahre liefen, wurden im Kreis Ahrweiler rund 500.000 Impfköder ausgelegt und 11.000 Stück Schwarzwild geschossen.

FOTO: Walburga Frömbgen-Engbert (Mitte v.l.), Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Kreisjagdmeister Dieter Stich und Edgar Engbert mit Jägern an der neuen Wildsammelstelle in Sinzig-Franken.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 31.03.2006

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