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Illegale Fischerei: Ministerin unterstützt Landrat

Lachswarte setzen Jungtiere in die Ahr, Niederländer fischen die ab

Die Mainzer Umweltministerin Margit Conrad unterstützt Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei dessen Kampf gegen die illegale Lachsfischerei im niederländischen Rheindelta, die sich auf den Fischbestand in der Ahr auswirkt. Bei der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hätten die Niederlande eine Untersuchung zugesagt und schärfere Kontrollen zugesichert, schreibt Conrad jetzt an den Ahrweiler Landrat.

Hintergrund: Während der Kreis Ahrweiler und das Land Rheinland-Pfalz mehrere Millionen Euro in den Naturschutz und die Wiederansiedlung der Lachse in der Ahr und weiteren Nebenflüssen des Rheins investieren, werden die Fische in den Niederlanden illegal abgefischt. Ehrenamtliche Lachswarte setzen die Jungtiere in Fuchshofen und weiteren Stellen in der Ahr ein. Nach ihrer Wanderung in die Nordsee erkennen die Tiere den Oberlauf der Ahr als ihre Heimat wieder und kehren dorthin zurück – wenn sie nicht abgefischt werden.

Diesen Missstand hatten Pföhler und der Adenauer Bürgermeister Hermann-Josef Romes jüngst kritisiert und die Mainzer Ministerin gebeten, über den Bund und die Europäische Kommission Druck auf die Niederlande auszuüben. Conrad schließt sich der Kritik an. In den Niederlanden seien zu viele Fanggeräte erlaubt, und die Fangverbote blieben wirkungslos, heißt es in dem Antwortschreiben aus Mainz nach Ahrweiler. Die Ministerin: „Ich unterstütze alle Maßnahmen und hoffe auf eine baldige zielführende Lösung.“


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.04.2006

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