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Erst der richtige Notruf, dann der richtige Rettungseinsatz

Kreisfeuerwehrtag und „Tag des Blaulichts“: Leistungsschau der Rettungsdienste – Landrat stellt „Blaulicht-Karte“ vor

Präzision, Schnelligkeit und das eingeprobte Zusammenwirken der Rettungskräfte – in Notfällen müssen diese Eckpunkte stimmen wie eine Eins. Bevor aber Polizei, Feuerwehr und Notärzte ausrücken können, bedarf es des richtigen Notrufs. Beides – der richtige Notruf der Bürger und die richtige Zusammenarbeit der Rettungskräfte – stehen im Mittelpunkt des Kreisfeuerwehrtages 2006 und des ersten „Tags des Blaulichts“ im Kreis Ahrweiler.

„Wir haben im Kreis Ahrweiler mehrfach bewiesen, dass die Zusammenarbeit der Rettungskräfte reibungslos funktioniert“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Vorfeld der Doppelveranstaltung, die am Sonntag, 21. Mai, in Altenahr stattfindet. Ausrichter ist der Kreis mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Altenahr.

Damit Punkt 1 in der zeitlichen Abfolge, der Notruf, stimmt, präsentierte Pföhler die erste „Blaulicht-Karte“ im AW-Kreis. Dieser Bürgerservice, eine blaue Kompaktinfo im Scheckkartenformat, passt in jede Geldbörse. „Im Notfall kann jede Minute entscheidend sein“, wirbt der Landrat dafür, dass möglichst viele Bürger die Karte zur Hand nehmen und anwenden.

Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher (Kfi) bestätigte die Einschätzung des Landrats. „Gerade bei Autobahneinsätzen, deren Notrufe per Handy abgesetzt werden, kommt es häufig vor, dass die Ortsangabe des Schadensereignisses nicht korrekt mitgeteilt wird. Wichtig sind Kilometerangabe und Fahrtrichtung. Bei solchen Falschinformationen können die Rettungsdienste auf der Autobahn nicht einfach wenden, sondern müssen bis zur nächsten Abfahrt durchfahren.“

Schumacher weiter: Je konkreter auch der Schadensumfang geschildert werde, desto effektiver könne die Hilfeleistung ablaufen. „Wichtig ist die Mitteilung, ob und wie viele Verletzte vorhanden sind, damit der Rettungsdienst die nötigen Fahrzeuge schnell zur Einsatzstelle senden kann.“ Der Kfi nennt einen konkreten Fall: „Bei einem Notruf im vorigen Jahr wurde die Straßenangabe in der Kreisstadt undeutlich mitgeteilt. Daher wurde zunächst die Feuerwehr Ahrweiler alarmiert, obwohl sich der Verkehrsunfall in Bad Neuenahr ereignete.“

Beim Kreisfeuerwehrtag und dem „Tag des Blaulichts“ werde das Zusammenwirken der Rettungskräfte in Fachvorträgen analysiert, in Übungen geprobt und in Demonstrationen für die breite Öffentlichkeit präsentiert, erklärten Pföhler und Schumacher. Es sei bemerkenswert, dass sich alle Hilfsorganisationen einschließlich Bundeswehr und Bundespolizei an der Leistungsschau mit Aktionen beteiligten. Nämlich:
·Feuerwehren (Ausstellungen von Fahrzeugen und Geräten)
·Technisches Hilfswerk (THW)
·Deutsches Rotes Kreuz
·Hubschrauber der Bundespolizei
·Vorführung der Polizeihundestaffel
·Einsatz eines Löschhubschraubers der Bundeswehr sowie
·die Einsatzabfolge bei einem gestellten Verkehrsunfall.

Fachvorträge informieren die Feuerwehr-Führungskräfte bei der morgendlichen Tagung. Der Leiter des Referates für Rettungsdienst, Krisenmanagement Land und zivile Verteidigung im Mainzer Innenministerium, Gerd Gräff, spricht über die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen. Kfi Udo Schumacher trägt seinen Jahresbericht vor. Nach der Ehrung verdienter Feuerwehrmitglieder findet der Festzug durch Altenahr statt.


Blaulicht-Karte

Die Blaulicht-Karte listet die wichtigsten Notrufnummern auf
·Polizei 110,
·Feuerwehr 112,
·Rettungsdienst/Notarzt 19222,
·Giftnotruf 0228/19240.

Zudem formuliert die blaue Kompakt-Info im Scheckkartenformat anhand der „fünf W“ wichtige Fragen und Tipps für den richtigen Notruf:
·Wo ist etwas passiert?
·Was genau ist passiert?
·Wie viele Verletzte oder Erkrankte gibt es?
·Welche Verletzungen liegen vor?
·Warten Sie unbedingt auf Rückfragen!


Feuerwehr kompakt

Im Kreis Ahrweiler gibt es aktuell
·2.034 aktive Männer und Frauen in den Feuerwehren
·418 Mitglieder der Jugend-Feuerwehren
·99 Feuerwehren in den Städten, Gemeinden und Ortsteilen.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 18.05.2006

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