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Ausgezeichnete Architektur im Kreishaus präsentiert

Ausstellung: Fünf Objekte im AW-Kreis beim Tag der Architektur zu besichtigen

Mit ausgewählten und ausgezeichneten Modellen moderner Architektur präsentiert sich derzeit das Foyer der Kreisverwaltung Ahrweiler. Fünf Gebäude aus dem Kreisgebiet und deren Ideengeber schafften den Sprung in die erlesene Auswahl der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und sind beim Tag der Architektur 2006 zu besichtigen.

„Fünf der landesweit 68 Objekte kommen aus dem Kreis Ahrweiler, damit liegen wir in der Spitzengruppe“, freute sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Ausstellungseröffnung. Und: Der Kreis als Bauherr sei selbst mit zwei innovativen Gebäudeideen dabei: mit dem Rhein-Gymnasium und der Janusz-Korczak-Schule, beide in Sinzig, die im Rahmen des Schulbauprogramms erweitert wurden. Zugleich gratulierte der Landrat den auserwählten und in der Kreisverwaltung ausstellenden Architekten zu ihren Werken. Dies sind:

·Erweiterung des Rhein-Gymnasiums Sinzig: Architekt Dieter Ebert; Neuwied
·Umbau der Janusz-Korczak-Schule Sinzig: Architekt Arne Heuser, Bad Neuenahr-Ahrweiler
·Holzhaus in Schalkenbach: Architekten Wolfgang Bauer und Cornelia Sternberg, Bonn
·Umbau und Generalsanierung des Pfarrheims St. Peter Sinzig: Architekten Klaus Gesell und Peter Kriesten, Andernach
·Wohnhaus mit Atelier in Grafschaft-Lantershofen: Architektin Annette Bartsch, Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Beim Tag der Architektur am Wochenende des 24. und 25. Juni sind diese Gebäude für interessierte Besucher geöffnet (Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr). Das gesamte Programm ist erhältlich bei der Architektenkammer Rheinland-Pfalz (Hindenburgplatz 6, 55118 Mainz, Ruf 06131/9960-0, Fax 06131/614926) und im Internet eingestellt: www.akrp.de.


Kubische Baukörper, viel Tageslicht

Die Architektenkammer beschreibt die fünf Objekte im Kreis Ahrweiler.

Erweiterung des Rhein-Gymnasiums Sinzig, Dreifaltigkeitsweg 35:
Die Umsetzung des Raumprogramms für die notwendige Schulerweiterung wurde bewusst nicht in den Bestand integriert, sondern als Solitär an der Stelle des alten Hausmeisterhauses errichtet. An einer Erschließungsschiene (Foyer - Flur) sind jeweils ein Klassen- und ein Nebenraumtrakt angeordnet. Mit einer „Gebäudefuge“ macht der Baukörper die zwei unterschiedlichen Funktionen ablesbar. Diese stellen sich konsequent sowohl innen als auch außen mit jeweils eigenen Materialien dar. Mobilwände lassen durch Zusammenschalten von Foyer und zwei Klassen einen Großraum entstehen, der unterschiedlichste Nutzungen gewährleistet.


Umbau der Janusz-Korczak-Schule Sinzig, Beethovenstraße 3:
Im Rahmen des Schulbauprogramms des Landkreises Ahrweiler wurde die Förderschule um einen Klassentrakt und eine Gymnastikhalle erweitert. Der kubische Baukörper spielt mit Massen, Flächen, Licht und Farbe, so dass nicht nur helle und freundliche Klassenräume, sondern auch neue Räume auf dem Schulhof entstehen. Auffälligstes Gestaltungselement ist die Sonnenschutzfassade aus Lärchenlamellen, die im Kontrast mit der Putzfassade des Untergeschosses und der Glasfassade des Verbindungsgangs zum Altbau steht.


Holzhaus in Schalkenbach, Lieberichsweg 42:
Das naturnahe Hanggrundstück am Waldrand mit Panoramablick in die Eifel wirkt prägend für das Haus. Seine Nordseite ist bis auf den Eingang mit Glaserker und ein Oberlichtband geschlossen. Nach Süden öffnet sich das Gebäude großflächig. Der schmale Balkon dient als Sonnenschutz und macht die Holzkonstruktion ablesbar. Eine homogene, unbehandelte Lärchenholzverschalung auf Dach und Wänden wird dem Wunsch nach natürlicher Anpassung und Veränderung im Laufe der Zeit gerecht. Im Erdgeschoss sind die Wohnräume fließend um den zentralen offenen Kamin angeordnet; im Untergeschoss liegen die Individualräume mit direktem Bezug zum Garten. Durch eine eingehängte Ebene im Erdgeschoss ergibt sich ein Arbeits- und Gästeraum unter dem Dach. Der schlicht-geradlinige und handwerklich hochwertige Innenausbau ist bestimmt durch weiße Einbauten, Holzböden, -treppen und -fenster. Das Haus ist mit einer Luftwärmepumpe, solarer Warmwasserversorgung und Regenwasserzisterne ausgerüstet.

Umbau und Generalsanierung des Pfarrheims St. Peter Sinzig, Zehnthofstraße 9:
Das Mitte der sechziger Jahre erbaute Pfarrheim steht im Ortskern von Sinzig in direkter Nachbarschaft der großen Pfarrkirche. Mit dem umfangreichen Umbau wurden die Räumlichkeiten und das äußere Erscheinungsbild komplett neu strukturiert. Ziel war es, ein offenes, helles und freundliches Haus zu schaffen. Große Fensteröffnungen lassen viel Tageslicht ins Gebäudeinnere gelangen. Die Transparenz des neuen Café/Treffpunkts – mit vorgelagerter Terrasse zum Pfarrhof – soll einladend wirken und zeigen: ‚Hier ist was los’. Weiterhin wurde viel Wert auf einen möglichst behindertengerechten Umbau gelegt.


Wohnhaus mit Atelier in Lantershofen, August-Dörner-Ring 32:
Auf einem leicht ansteigenden Grundstück am Dorfrand bietet ein großzügiges Haus Platz für eine vierköpfige Familie und ein repräsentatives Grafik-Atelier. Zwei schlichte Satteldachhäuser, durch einen Flachdach-Mittelteil verbunden, fügen sich trotz ihrer Größe von 340 Quadratmetern zurückhaltend und selbstverständlich in die Landschaft ein. Das Büro liegt mit großem Nord-Schau-Fenster im Erdgeschoss zur Straßenseite. Gewohnt wird eingeschossig auf der oberen Etage zum Garten und nach Süden. Markant, dass sich alle Räume bis in die Dachgiebel öffnen. Das eng begrenzte Budget erfordert sehr preisbewusste Planung, dennoch keinen Verzicht auf einen hohen Wohnwert.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.06.2006

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