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Bagger sorgen für freien Fluss

Gewässerpflegeplan: Die Ahr wird an weiteren sechs Baustellen renaturiert

Die Renaturierung der Ahr mit dem Abriss alter Wehre, Betonschwellen und sonstiger Querbauten geht weiter. An sechs Baustellen in der Oberahr rücken die Bagger in Kürze an. Das Ziel: Der Fluss soll wieder frei fließen und die Fische ungehindert zu ihren Laichplätzen gelangen können.

Die Maßnahmen sind Bestandteil des Gewässerpflegeplans Ahr. Dieser Plan stellt nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler neben der Renaturierung des Rodder Maares im Brohltal und dem Gewässer-Randstreifenprogramm das derzeit wichtigste Gewässerschutzprojekt im Kreis Ahrweiler dar. In der Ahr seien bislang 35 alte Wehre und Sohlschwellen für mehr als zwei Millionen Euro abgebaut worden, 16 weitere stünden noch bevor, so Pföhler.

Nachdem die Wehre am Unter- und Mittellauf der Ahr weitgehend entfernt sind, beginnen die Arbeiten an der Oberahr voraussichtlich am 10. Juli, sofern die Wasserführung dies zulässt. Der Abbau der Wehre, die meist zum Mühlenbetrieb oder zur Bewässerung genutzt wurden, ist nur bei Niedrigwasser möglich.

Am Laufenbacherhof zwischen Schuld und Fuchshofen wird das alte Wehr vollständig abgebaut und dadurch der unnatürliche Stauwasserspiegel beseitigt. Unmittelbar oberhalb von Fuchshofen wird das alte Wehr in eine „raue Rampe“ umgebaut; dabei sorgen Blocksteine für die


Beibehaltung des Wasserstandes und verhindern, dass sich der Fluss zu stark eingräbt.

Am Sportplatz Hönningen wird der künstliche Betonabsturz am Fuß des Wehres ebenfalls durch eine solche Blocksteinrampe ersetzt. Am Hotel Ewerts in Insul werden zwei Beton-Querriegel, so genannte Sohlschwellen, abgerissen. Ähnliches geschieht zwischen Liers und Dümpelfeld, wo eine alten Betonschwelle verschwindet. Am Campingplatz Schuld macht das alte Wehr ebenfalls einer rauen Rampe Platz.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.06.2006

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