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Hitze kann für Bello, Mietze und Co. tödlich sein

Kreis-Veterinäre warnen vor Gefahren im Sommer

Wenn sich das Thermometer jenseits der 25-Grad-Grenze einpendelt und die Sonne erbarmungslos niederbrennt, kann es für Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. gefährlich werden. Darauf weisen die Veterinäre der Kreisverwaltung Ahrweiler hin und geben einige Tipps.

Fehlt ein kühler Schattenplatz, ist die Frischluftzufuhr oder das Trinkwasserangebot nicht ausreichend, entsteht in den kleinen Tierkörpern ein Wärmestau, der die Symptome eines Hitzschlags nach sich ziehen kann. „Abgeschlagenheit, Unruhe oder Taumeln sind erste Alarmzeichen, die vom Tierbesitzer sofortiges Handeln verlangen. In einem solchen Fall muss das Tier sofort in den Schatten, besser noch in einen kühleren Innenraum gebracht und mit frischem Trinkwasser und Frischluft versorgt werden“, weiß Kreis-Amtstierarzt Dr. Otto Gaudlitz. Bei Krämpfen, Atemnot oder gar Bewusstlosigkeit bestehe akute Lebensgefahr. Zeige ein Tier diese Symptome, sollte es mit feucht-kalten Tüchern bedeckt sofort zum Tierarzt gebracht werden, ergänzt sein Kollege Dr. Karl Hehlein. Während des Transports sei es wichtig, auf ausreichende Luftzirkulation zu achten.

Gefährdet sind vor allem ältere oder herzkranke Hunde und Katzen, hochträchtige und ganz junge Tiere. Sie sollten nicht der sengenden Mittagshitze ausgesetzt werden. Auch bei robust erscheinenden Tieren ist es ratsam, körperliche Aktivitäten auf kühlere Tageszeiten zu verlegen.

Die beiden Amtstierärzte weisen zudem auf die unterschätzte Hitzschlaggefahr bei Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögeln hin. Gerade Ziervögeln, deren Käfige oder Freigehege im Laufe des Tages der vollen Sonnenbestrahlung ausgesetzt seien, sollte permanent eine natürliche Schattenquelle zur Verfügung stehen. „Die handelsüblichen kleinen Schutzhäuschen aus Sperrholz sind als alleinige Schattenspender nicht ausreichend“, so Gaudlitz. Weit verbreitet sei zudem der Irrglaube, Kaninchen und Meerschweinchen benötigten kein Trinkwasser. Dieser Irrtum könne im Hochsommer tödliche Folgen haben.

Erhöhte Hitzschlaggefahr drohe allen Tieren, die bei hohen Außentemperaturen im Auto transportiert werden. Für längere Fahrten sollten die kühleren Tages- oder Nachtzeiten eingeplant werden. In das Reisegepäck gehörten ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser und mehrere, möglichst helle Tücher, die bei Sonneneinstrahlung angefeuchtet werden und als kalte Kompressen oder verdunstungsaktive Käfigabdeckung dienen können. Bei Autos, die sich durch längeres Stehen überhitzt hätten, seien auch kürzere Fahrten belastend und sollten vermieden werden. Wichtig: Ein Tier dürfe niemals im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Offene Fensterspalten seien bei hochsommerlichen Temperaturen kein ausreichender Klimaschutz. Hehlein: „Da kommt es schnell zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dabei gilt: Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit schützt vor Strafe nicht. Man sollte stets bedenken, dass die Hitze für die Tiere eine Qual ist.“


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.07.2006

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