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Sonnenenergie macht Schule und bringt 179.000 Euro in sechs Monaten

Das Fotovoltaikprojekt des Kreises Ahrweiler ist erfolgreich gestartet – Zehn Prozent über Plan – Landrat: „Wirtschaftlicher Erfolg plus Klimaschutz“

Die Fotovoltaikanlagen auf den Dächern von neun Kreis-Schulen und der Kreisverwaltung Ahrweiler produzieren mehr Strom als geplant. Von Januar bis Juni 2006 haben die zehn Anlagen mit insgesamt 7.000 Quadratmetern Modulflächen 344.000 Kilowattstunden (KWh) Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Das entspricht einem Erlös von 179.000 Euro.

Angesichts dieser Zahlen, die um zehn Prozent über den vom Kreis kalkulierten Werten liegen, spricht Landrat Dr. Jürgen Pföhler von einem „sehr guten Start unseres Fotovoltaikprojekts“. Der Kreis hat in seiner Wirtschaftlichkeitsberechnung einen jährlichen Ertrag von 600.000 KWh oder 313.000 Euro Einnahmen kalkuliert. Alleine der meist wolkenlose Juni brachte 121.000 KWh oder 63.000 Euro ein.

Die Kosten aller Anlagen liegen bei 3,6 Millionen Euro. „Diese Investitionen werden sich auszahlen und deutliche Gewinne abwerfen“, erklärte Pföhler. Die Einnahmen flössen zurück in den Kreishaushalt und damit auch an die Schulen. Das flächendeckende Fotovoltaikprojekt habe einen weiteren Investitionsschub an den Schulen angestoßen, der mittelständischen Betrieben zugute komme.

Und vor allem: Die Idee bringe „Ökonomie und Ökologie in Einklang“, nämlich wirtschaftlichen Erfolg plus Klimaschutz. Die umweltfreundlich aus Sonnenenergie gewonnenen 600.000 KWh reichten aus, um 120 Einfamilienhäuser zu versorgen. Der Landrat: „Der Kreis Ahrweiler marschiert im Umweltschutz an der Spitze des technischen Fortschritts und setzt Zeichen für Innovation und Weitsicht.“

Das habe man auch in Mainz erkannt: Die Fotovoltaik-Initiative des AW-Kreises wurde als Leitprojekt des Landes Rheinland-Pfalz im Klimaschutz ausgezeichnet. Die Folge: Zahlreiche Kommunen und Kreise aus allen Teilen Deutschlands interessierten sich für das AW-Projekt.

Der Kreis hat sein Fotovoltaikprojekt binnen kurzer Zeit umgesetzt. Eine wichtige Starthilfe gab das Gesetz über Erneuerbare Energien. Es schreibt vor, dass die Energiekonzerne den Produzenten von Solarstrom eine feste Einspeisevergütung bezahlen.

Im Dezember 2004 begannen die systematische Prüfung der einzelnen Dächer auf ihre Verwendbarkeit für die Anlagen sowie eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung. Im März 2005 wurde die Solarstrom Ahrweiler GmbH gegründet. Zugleich starteten Detailplanungen und Ausschreibungen. Im Juni wurden die Bauaufträge vergeben. Am Jahresende waren die Bauarbeiten abgeschlossen und die Anlagen betriebsbereit auf den Dächern.

Bei den neun kreiseigenen Schulen handelt es sich um das Peter-Joerres-Gymnasium, das Are-Gymnasium Bad Neuenahr, das Rhein-Gymnasium Sinzig, das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau, die Realschule Ahrweiler, die Berufsbildende Schule, die Don-Bosco-Schule (Schulzentrum Bachem), die Janusz-Korczak-Schule in Sinzig und die Nürburgringsschule in Wimbach.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.07.2006

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