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Blauzungenkrankheit: Verschärfte Sicherheitsbestimmungen beim Tiertransport

Halter von Schafen, Ziegen und Rindern müssen wegen der Blauzungenkrankheit verschärfte Sicherheitsvorkehrungen beachten. Das gilt in erster Linie für den Transport der Tiere. Für Menschen ist die anzeigepflichtige Tiererkrankung, die normalerweise nur in wärmeren Ländern auftritt, ungefährlich. Menschen können daran nicht erkranken. Auch beim Genuss von Fleisch- oder Milchprodukten besteht keine Infektionsgefahr.

Wie die Kreisverwaltung Ahrweiler meldet, gelten für diese Tiere – neben Rindern, Schafen, Ziegen auch die in menschlicher Obhut gehaltenen Wild-Wiederkäuer (Gehegewild) – neue Transportbestimmungen im Gefährdungsgebiet (20 Kilometer-Zone) und im Restriktionsgebiet (150 Kilometer-Zone). Die 20 Kilometer-Zone umfasst die komplette Verbandsgemeinde Adenau sowie die Ortsgemeinden Ahrbrück, Altenahr, Berg, Hönningen, Kesseling, Kirchsahr und Lind. Die 150 Kilometer-Zone umfasst das gesamte Kreisgebiet und weitere Regionen.

Erstens: Das Verbringen von Schlacht-, Zucht- und Nutztieren innerhalb der „20 km Zone“ ist nur mit Genehmigung des Kreis-Veterinäramtes möglich. Der Transport ist dem Veterinäramt telefonisch anzuzeigen: Ruf 02641/975-225 oder /975-203. Je nach Seuchenlage kann ein Mitarbeiter des Veterinäramtes die Genehmigung mündlich erteilen.

Zweitens: Der Transport dieser Tiere aus der „20 km Zone“ in andere Betriebe innerhalb des Restriktionsgebietes („150 km Zone“) ist möglich, wenn der Standort des abgebenden Betriebes (Stall), die Tiere sowie das Transportfahrzeug mit Insektiziden oder Repellentien behandelt wurden; dabei handelt es sich um die so genannte Dreifach-Behandlung. Der Transport ist nur tagsüber erlaubt, und zwar zwischen einer Stunde nach und einer Stunde vor Sonnenuntergang. Grund: Die Krankheit wird von nachtaktiven Stechmücken übertragen.

Das Verbringen von Zucht- und Nutztieren sowie von Mastkälbern ist möglich, wenn ein Hoftierarzt den Wiederkäuerbestand im Auftrag des Landwirtes klinisch untersucht hat; diese Kosten trägt der Landwirt. Zudem muss die Dreifach-Behandlung mit Insektiziden oder Repellentien durchgeführt worden sein. Auch hier ist der Transport nur tagsüber erlaubt und dem Veterinäramt telefonisch anzuzeigen.

Die Regelungen über das Verbringen von Schlachttieren aus der „20 km Zone“ über die „150 km Zone“ hinaus ins Inland oder ins EU-Ausland können beim Veterinäramt erfragt werden.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.09.2006

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