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Kreis verstärkt Kontrollen nach Gammelfleisch

Dr. Hehlein: „Bisher keinerlei Auffälligkeiten entdeckt“

Gastronomiebetriebe, Großküchen und der Einzelhandel müssen mit verschärften Überprüfungen der Lebensmittelkontrolle im Kreis Ahrweiler rechnen. Wegen des Gammelfleischskandals in mehreren Regionen Deutschlands führt die Kreisverwaltung zusätzliche Schwerpunktkontrollen durch. Die gute Nachricht: „Wir haben bisher keinerlei Auffälligkeiten entdeckt“, erklärte Dr. Karl Hehlein vom Kreis-Veterinäramt.

Bei diesen Überprüfungen wurden zwar Beanstandungen festgestellt und beseitigt. „Diese Beanstandungen bezogen sich jedoch nicht auf verdorbenes oder überlagertes Fleisch, sondern auf andere Kritikpunkte wie bauliche oder hygienische Mängel“, so Hehlein. Kriminelle Energie wie beim Gammelfleischskandal sei im Kreisgebiet nirgends entdeckt worden. Ohnehin nehme der Fleischhandel der Betriebe im Kreisgebiet keine großen und überregionalen Dimensionen ein. Hiesige Betriebe belieferten meist den lokalen Markt und seien somit bedeutend überschaubarer, betonte der Kreis-Amtstierarzt.

Einige Zahlen: Im Kreis Ahrweiler gibt es 26 Metzgereien ohne Schlachtungen und neun weitere mit Schlachtungen sowie 68 Filialen von Metzgereien und Frischfleischabteilungen in Lebensmittel- und Verbrauchermärkten. 2.750 Betriebe unterliegen der amtlichen Lebensmittelüberwachung; dazu zählen neben den Gaststätten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung auch vorübergehend eingerichtete Betriebe auf Volks- und Vereinsfesten.

Die Amtstierärzte und die staatlich geprüften Lebensmittelkontrolleure - fünf Experten insgesamt - nehmen jährlich rund 1.200 Kontrollen vor. Im vergangenen Jahr entfielen rund 160 Kontrollen auf Fleisch handelnde Betriebe. Dabei war es zu elf Beanstandungen gekommen. Lediglich bei einem Betrieb waren schwere Verstöße festgestellt und ein Strafverfahren eingeleitet worden. Der Verantwortliche hatte die Übersicht über den Inhalt seines Gefrierhauses verloren. Die beanstandete Ware war sichergestellt und vernichtet worden.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.09.2006

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