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Beratungsgespräche werden für Caritas immer aufwändiger

Alkohol als Problem Nr. 1 – Kreis hilft mit weiteren 41.000 Euro

Alkohol stellt weiterhin das Problem Nummer 1 dar, mit dem sich Hilfesuchende an die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle der Caritas in Ahrweiler wenden. Das erklärte der Geschäftsführer der Caritas-Geschäftsstelle Ahrweiler, Richard Stahl, in einem Gespräch mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Stahl: „Neben der eigentlichen Suchterkrankung treffen unsere Berater und Therapeuten immer häufiger auf ein Bündel weiterer psychischer und sozialer Probleme, die den Verlauf der Beratung und Behandlung beeinflussen. Das macht viele Beratungsprozesse aufwändiger und damit länger.“

Der Landrat sah sich daher in der Auffassung bestätigt, „dass der Kreis Ahrweiler gut daran tut, die Caritas finanziell zu unterstützen“. Weitere 41.000 Euro flossen jetzt aus dem Kreishaushalt an die Caritas. „Das Geld ist gut angelegt, die Caritas leistet wichtige Arbeit“, unterstrich Pföhler, der den jüngsten Bewilligungsbescheid persönlich an Stahl aushändigte.

Als konkrete Beispiele für die immer aufwändigeren Gespräche nannte Beratungsstellenleiter Thomas Steffen-Lunnebach Überschuldung und Arbeitslosigkeit; dies führe zu einem erhöhten Klärungsbedarf beim Arbeitslosengeld I und II.

Der jüngste Kreiszuschuss ist für die Fachpersonal- und Sachkosten der Psychosozialen Beratungsstelle in den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres bestimmt. Der gesamte Kreiszuschuss für 2006 richtet sich nach den zuschussfähigen Gesamtkosten.

Die Caritas, die im historischen Bahnhofgebäude Ahrweiler untergebracht ist, übernimmt Suchtberatung, Suchtprävention, Aufsuchende Arbeit und Substitution. Neben Alkohol stehen auch Medikamente, illegale Drogen, pathologisches Spielen und Essstörungen im Blickfeld der Beratungsstelle.

FOTO: Kreis hilft Caritas: Thomas Steffen-Lunnebach (v.l.), Kreisjugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers, Caritas-Beraterin Monika Hauck, Richard Stahl und Dr. Jürgen Pföhler.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.09.2006

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