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97 Prozent der Haus- und Gewerbeabfälle verwertet

Landrat: „Umweltfreundliche Bilanz“ – Neue Abfallfibel liegt für Bürger bereit

In den 50.000 Privathaushalten des Kreises Ahrweiler kommen jährlich knapp 60.000 Tonnen Abfälle und Wertstoffe zusammen. 97 Prozent der Haus- und Gewerbeabfälle werden verwertet. „Dass wir bei der Verwertung eine solch erfolgreiche und umweltfreundliche Bilanz vorweisen, hat zwei Gründe“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Erstens das nachhaltige und bürgerfreundliche Abfallwirtschaftssystem und zweitens, dass die Menschen mitmachen und ein großes Umweltbewusstein zeigen.“

Die exakten Abfallmengen und Stoffströme aus dem Jahr 2005 sind in einer neuen Broschüre genannt, die der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB) ergänzend zum Abfall-Ratgeber erstellt hat. Die „Abfallfibel“ liegt kostenlos zum Abholen bereit in der Kreisverwaltung Ahrweiler (Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30) und in den Rathäusern. So hat der AWB im vergangenen Jahr für die Privathaushalte folgende Mengen erfasst: rund 23.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll, was 174 Kilogramm pro Einwohner entspricht, 12.000 Tonnen Bioabfälle (148 kg/E), 1.800 Tonnen Grünabfälle (14 kg/E), 4.500 Tonnen Leichtverpackungen für die Gelbe Wertstofftonne des Dualen Systems (34 kg/E), 10.000 Tonnen Papier und Pappe (78 kg/E), 4.000 Tonnen Altglas (31 kg/E), 2.600 Tonnen Altholz (20 kg/E), 350 Tonnen Altmetall (3,5 kg/E), 380 Tonnen Elektroschrott (2,5 kg/E) sowie etwa 400 kg sonstiger Abfälle.

Hinzu kommen rund 25.000 Tonnen an unbelasteten Bauabfällen, Erdaushub, Gewerbemüll und belasteten Bauabfällen. Lediglich die belasteten Bauabfälle, die drei Prozent des gesamten Abfallaufkommens ausmachen, werden nicht verwertet, sondern entsorgt. Alle übrigen Abfallarten gelangen zurück in den Stoffkreislauf. Der Hausmüll beispielsweise wird zu Trockenstabilat und damit zu einem Brennstoff verarbeitet.

Die hohe Verwertungsquote sei das Ergebnis einer rasanten Entwicklung, die die Abfallwirtschaft in den vergangenen Jahren durchlaufen habe, so Pföhler, nämlich: weg von einer auf die reine Abfallbeseitigung ausgerichteten Müllabfuhr und hin zum modernen Abfallwirtschaftssystem, das auf Vermeidung und Verwertung ausgerichtet sei. Der Landrat: „Wir haben ein Rundum-Angebot im Sinne der Bürger, der Gewerbebetriebe und der Umwelt geschaffen.“

Die Abfallfibel enthält ein handliches Register, über das sich die wichtigsten Informationen zur Abfallwirtschaft schnell und übersichtlich abrufen lassen. Beispiele: die Sperrmüllbörse und weitere Internetangebote, Tipps zum richtigen Kompostieren, der Umgang mit Schadstoffen, die Korksammlung und die Vorstellung des AWB-Teams.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.09.2006

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