BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

„Der Nürburgring ist mehr als eine Rennstrecke“

Landrat informierte Bürgermeister über die Erlebnisregion – 500 neue Arbeitsplätze – Baubeginn im Herbst 2007

„Die geplante Erlebnisregion am Nürburgring soll bis zu 500.000 neue Besucher anziehen und stellt damit einen herausragenden Impuls für Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze im Kreis Ahrweiler dar.“ Das hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler gegenüber den Bürgermeistern und Ortsvorstehern betont. Zugleich appellierte der Kreis-Chef an die führenden Mandatsträger in den Städten, Gemeinden und Ortsteilen, das Potenzial der Erlebnisregion zu erkennen und das Projekt zu unterstützen.

Anlass der großen Gesprächsrunde war die jüngste Dienstbesprechung des Landrats mit allen Bürgermeistern und Ortsvorstehern im AW-Kreis. Nachdem die Veranstaltung des Vorjahres sich mit „Tourismusperspektiven im Kreis Ahrweiler“ befasste, konzentrierte sich das Treffen 2006 auf das neue Herzstück der Tourismus- und Wirtschaftsförderung: die Erlebnisregion. Der passende Ort der Besprechung: das Media Center am Nürburgring. Dort berichtete Projektmanager Friedhelm Lange, dass die Vorbereitungen zur neuen Freizeit- und Tourismus-Anlage planmäßig verlaufen. Der Baubeginn sei für Herbst 2007, die Eröffnung für das Frühjahr 2009 vorgesehen. „Der Nürburgring ist mehr als eine Rennstrecke – er ist eine Unternehmensgruppe geworden“, sagte Lange den Bürgermeistern und Ortsvorstehern.

Landrat Pföhler bestätigte diese Feststellung: „Wir dürfen nicht alleine auf den Motorsport setzen. Wegen rückläufiger Besucherzahlen in der Formel 1, gestiegener Kosten und des zukünftigen Wechsels zwischen Hockenheimring und Nürburgring brauchen wir im weltweiten Konkurrenzkampf zwischen den Rennstrecken neue Standbeine. Der Nürburgring ist weitaus mehr als eine Rennstrecke. Er hat seit seinem Bau in den 20er Jahren einen strukturpolitischen Auftrag.“

Mit der Erlebnisregion entstehe „ein einzigartiges Freizeit- und Businesscenter“, das die Zukunft der strukturschwachen Eifel mit sanftem Tourismus absichere, so Pföhler weiter. Das 150 Millionen Euro-Projekt sei „die konsequente Weiterentwicklung dessen, was hier seit dem Bau der neuen Grand-Prix-Strecke in den 80er Jahren geschaffen wurde“. Zu den derzeit zwei Millionen Besuchern am Ring kämen laut Prognosen bis zu 500.000 weitere Besucher hinzu, davon 200.000 als Mehrtagesgäste.

Bis zu 3.000 Arbeitsplätze hingen derzeit mittelbar oder unmittelbar vom Nürburgring ab. Mit der Erlebnisregion sollen 500 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Das Potenzial von 28 Millionen Einwohnern im Umkreis von zwei Fahrstunden sei „schier unerschöpflich“. Das Land Rheinland-Pfalz werde den Ring in den kommenden Jahren mit einer Kapitalspritze von 29 Millionen Euro stärken. „Ich werde mich im Kreistag dafür einsetzen, dass auch der Kreis Ahrweiler im Rahmen seiner Möglichkeiten einen wichtigen Beitrag hierzu leistet“, kündigte der Landrat an.

FOTO:
Die kommunale Familie auf dem Dach des Media Centers an der Start und Ziel-Geraden des Nürburgrings.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.11.2006

<< zurück