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Landrat akzeptiert keine Streichung von Bahnfahrten

Landrat Dr. Jürgen Pföhler akzeptiert keine Reduzierung von Fahrten auf der Ahrtalbahn sowie auf der Rheinstrecke zwischen Remagen und Koblenz. In der Versammlung des Schienenpersonen-Zweckverbandes Nord (SPNV) werde er sämtliche Beschlüsse zur Angebotsreduzierung von Zügen ablehnen, kündigte er im Kreis- und Umweltausschuss des Kreises Ahrweiler an. Vorab werde er sich schriftlich an die SPNV-Geschäftsführung wenden.

Anlass der zu befürchtenden Streichungen: Der Bund stellt dem Land Rheinland-Pfalz weniger Regionalisierungsmittel bereit. Das Land erhält bereits für 2006 rund 150 Millionen Euro weniger aus Berlin. Auf der Ahrtalbahn wären fünf Verbindungen in den Nebenverkehrszeiten betroffen.

Pföhlers Argumente: Die Ahrtalbahn werde überdurchschnittlich von Fahrgästen genutzt. Fahrtenreduzierungen könnten einen ersten Einschnitt darstellen, der die Attraktivität der Ahrstrecke langfristig schmälere. „Dagegen müssen wir frühzeitig angehen“, forderte der Landrat, der weitere Streckenstreichungen im Wege der „Salamitaktik“ befürchtet. Eine der in Frage stehenden Fahrten diene als Vorlauf für die Fahrt um 6.04 Uhr ab Ahrbrück mit der Folge, dass der Zug dann leer von Remagen nach Ahrbrück fahren würde. Der Landrat: „Die vom SPNV behauptete Kostenreduzierung ist hier nicht zu erkennen.“

Weitere Fahrten dienten als Anschlusszüge für die Rheinstrecke und dürften ebenfalls nicht gestrichen werden, so Pföhler weiter. Die Züge der Ahrtalbahn führen im Pendelverkehr zwischen Remagen und Ahrbrück. Falls die Hinfahrt nach Remagen oder Ahrbrück gestrichen werde, sei später möglicherweise auch die Rückfahrt gefährdet. Außerdem wäre eine Nachtfahrt zwischen Koblenz und Remagen von der Streichung betroffen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.11.2006

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