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Regierungsbunker-Museum: „A German Secret“ erobert die USA

„New York Times“ berichtet über neue Dokumentationsstätte im Ahrtal

Das geplante „Museum des Kalten Krieges“ in einem Teilstück des ehemaligen Regierungsbunkers zwischen Ahrweiler und Dernau findet internationale Beachtung. Nach dem bundesweiten Medienecho der vergangenen Monate hat jetzt auch die amerikanische Presse über die Dokumentationsstätte in den Weinbergen berichtet. So brachte die „New York Times“ eine groß aufgemachte Reportage über den ersten Spatenstich des Museums.

„Wenn eine der wichtigsten und renommiertesten Zeitungen in den USA ausführlich über unser neues Museum berichtet, dann zeigt das, welch einzigartiges Potenzial in diesem Projekt steckt“, erklärte der Landrat des Kreises Ahrweiler, Dr. Jürgen Pföhler. Nach ihrer Fertigstellung werde die Dokumentationsstätte Besucher aus der ganzen Welt aufs Ahrtal aufmerksam machen. „Das eröffnet ganz neue Perspektiven für unseren Kulturtourismus und verspricht weitere Impulse für unseren Fremdenverkehr“, erklärte Pföhler.

Die New York Times berichtet am 27. November 2006 in einem vierspaltigen Artikel über den Beginn der Bauarbeiten. Unter der Schlagzeile „In Idyllic Vineyards, a German ´Dr. Strangelove´ Secret“ sind drei Fotos und eine Karte von Mitteleuropa abgebildet. Die Karte zeigt „Germany“ mit den Städten Hamburg, Berlin, Bonn und „Munich“ sowie dem „Rhine“. In der Bildmitte und in großer Schrift steht der Standort des „subterranean bunker“: „Bad Neuenahr-Ahrweiler“.

Die Schlagzeile nennt „idyllische Weingärten“ und „ein deutsches Geheimnis“. Zugleich liefert sie eine Anspielung auf den Film „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“. Der Film von Starregisseur Stanley Kubrick aus dem Jahr 1964 entwirft das satirische Szenario eines bevorstehenden Atomkriegs zwischen den USA und der Sowjetunion.

Der Regierungsbunker ist das wohl größte und unheimlichste Bauwerk, das die Bundesrepublik Deutschland je errichtet hat. Zwischen 1960 und 1972 entstand ein 19 Kilometer langes Tunnelsystem, ein Röhrenverlies aus Beton und Stahl. 3.000 Menschen des öffentlichen Lebens sollten hier, vor den Toren der früheren Bundeshauptstadt Bonn, Schutz vor einem Angriff mit atomaren, biologischen und chemischen Waffen finden. 30 Tage sollte das Überleben im, so offiziell, „Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes“ gesichert sein. Der Bunker musste glücklicherweise nie für seinen eigentlichen Zweck genutzt werden. Jetzt entsteht in einem etwa 200 Meter langen Teilstück das bundesweit einmalige „Museum des Kalten Krieges“ als Dokumentationsstätte.

FOTOS:
Original: The New York Times. Repro: Kreisverwaltung Ahrweiler


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 01.12.2006

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