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Im Kreis Ahrweiler lagern vergleichsweise 40 Millionen Liter Heizöl

Biomasse-Masterplan vorgestellt – Landrat: Kreis als Impulsgeber – Energie-Wertschöpfung bleibt in Region – Forstämter: 26.000 Festmeter Energieholz

Mit der Nutzung von Biomasse setzt der Kreis Ahrweiler auf ein weiteres ökologisches Großprojekt. Kurzfristig steht im Kreisgebiet ein Potenzial an Biomasse bereit, das dem Energiewert von 22 Millionen Liter Heizöl entspricht. Langfristig beträgt dieses Heizöläquivalent 40 Millionen Liter. Diese Zahlen nannte der Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrom-Management (IfaS), Prof. Dr. Peter Heck, bei der Präsentation des Biomasse-Masterplans für den Kreis Ahrweiler in Grafschaft-Ringen.

„Der Masterplan liefert die fundierte Basis für die verlässliche Planung mit natürlichen Energieträgern“, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft, Unternehmen, Planung, Kommunen und Politik zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Die Energiegewinnung aus Biomasse stoße wegen der steigenden Energiepreise auf immer größeres Interesse und könne vor allem Landwirten neue Einnahmequellen verschaffen.

Der Kreis verstehe sich bei diesem Projekt als Impulsgeber und „Türöffner“, machte Pföhler deutlich. Neben den wirtschaftlichen Perspektiven insbesondere für die Land- und Forstwirtschaft nannte er zwei weitere Vorteile: Wertschöpfung und Ausgaben für Energie blieben in der Region. Außerdem sei diese Art der Energienutzung ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.

Beispiele für Biomasse sind nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft, die sich zur Wärme- und Stromgewinnung nutzen lassen – beispielsweise Holz und Raps, holzartiger Grünschnitt aus der kommunalen und privaten Grünpflege, ferner Bioabfall, Speisereste und -fette aus der Entsorgung sowie Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung.

In den beiden Forstämtern Ahrweiler und Adenau seien 2006 rund 26.000 Festmeter Energieholz bereitgestellt worden, führte Heck aus. Dies allein entspreche einem Heizöläquivalent von 7,4 Millionen Litern und leiste einen wesentlichen Beitrag zur alternativen Energieversorgung. Bundesweit sei der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch von 6,8 Prozent auf 7,7 Prozent in 2006 gestiegen.

Weitere Maßnahmen, mit denen der Kreis Ahrweiler auf die ökologische Energieausrichtung setzt: das Fotovoltaikprojekt, bei dem die Dächer der Kreis-Schulen und der Kreisverwaltung mit Solaranlagen zur Stromerzeugung ausgestattet wurden, sowie das Energie-Controlling an den kreiseigenen Gebäuden.

Sperrfrist: 11. Januar 2007, 19 Uhr.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.01.2007

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