BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Landrat kündigt sinkende Müllgebühren an

Ab 2008 zehn Prozent weniger – Neuausschreibung bringt geringere Entsorgungskosten – Pföhler: „Einsparungen an Bürger weitergeben“

Die Müllgebühren im Kreis Ahrweiler können ab 2008 sinken. Diesen Vorschlag wird Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt den politischen Gremien unterbreiten. Grund: Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB) hat die Entsorgungsleistungen neu ausgeschrieben. Für die Zeit von Januar 2008 bis Jahresende 2015 haben sich die Anbieterfirmen mit günstigeren Entsorgungspreisen beworben.

Landrat Pföhler: „Der Wettbewerb bringt uns bei den Entsorgungskosten Einsparungen von jährlich 1,8 Millionen Euro, die wir eins zu eins an die Bürger weitergeben wollen. Demnach kann die Gebührenentlastung für Privathaushalte nach einer ersten Grobschätzung des AWB sehr deutlich ausfallen und bei durchschnittlich zehn Prozent liegen.“

Nach derzeitigen Berechnungen liege die Gebührenersparnis ab 2008 für einen Drei-Personen-Haushalt mit Biotonne bei rund 22 Euro und für einen Fünf-Personen-Haushalt bei rund 27 Euro im Jahr. Die exakten Gebührensätze ab 2008 könnten allerdings erst durch eine umfassende Neukalkulation ermittelt werden.

Zum regionalen Vergleich: Derzeit rangierten die Müllgebühren im AW-Kreis trotz des hohen Entsorgungsstandards im Mittelfeld der rheinland-pfälzischen Landkreise und Städte. Nach der Gebührensenkung liege der AW-Kreis voraussichtlich wieder deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Dies werde noch dadurch aufgewertet, dass andere Kreise und Städte für bestimmte Leistungen, etwa die Altpapierentsorgung, Extragebühren verlangten. Den AW-Bürgern werde hingegen eine Komplettentsorgung geboten. In Nachbarkreisen lägen die Abfallgebühren bei vergleichbaren Leistungen teilweise bis zu 60 Euro höher als im AW-Land ab 2008, so Pföhler.

Die Müllgebühren seien nach Beschlüssen des Kreistags 2005 und 2006 erhöht worden, weil sich die Entsorgungsleistungen damals verteuert hätten. Seit 2007 hingegen seien sie stabil geblieben – und das trotz der Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent.

Die aktuelle Positiventwicklung sei das Ergebnis der EU-weiten Ausschreibung, die der AWB in den vergangenen Monaten durchgeführt habe. Alle Entsorgungsleistungen für Sammlung, Transport und Verwertung von Abfällen seien nach Ablauf der bisherigen Verträge in vier Lose ausgeschrieben worden. Für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2015 lägen die Einsparungen bei jährlich rund 1,8 Millionen Euro. Wesentliche Gründe für die Kostensenkung bei den Unternehmen: neue Technologien, optimierte Logistikleistungen, Konkurrenzdruck.

Die Ergebnisse der Neuausschreibung würden zunächst im Werksausschuss des AWB und am 9. März abschließend im Kreistag beraten. Pföhler geht davon aus, dass eine breite Mehrheit für die Neuvergabe der Entsorgungsleistungen und damit für die günstigeren Kosten stimmt.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.02.2007

<< zurück