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LISA öffnet Ladentür für erstes Sozial-Kaufhaus im Kreis Ahrweiler

Fließender Übergang von Kleider- und Möbelkammer – Eröffnung im April – Möbel, Elektroartikel, Hausrat und Babysachen zu günstigen Preisen

Die Kleider- und Möbelkammer des Kreises Ahrweiler in Grafschaft-Lantershofen geht in das Kaufhaus LISA in Bad Breisig über, das hochwertige Gebrauchtwaren zu günstigen Preisen für jedermann anbietet. Landrat Dr. Jürgen Pföhler und der Direktor der Caritas Werkstätten, Michael Kröselberg, haben den entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

LISA steht für zweierlei: erstens als Abkürzung für „Laden für Integration und Soziales Engagement gegen Armut“, zweitens als Kurzform für die Heilige Elisabeth als Schutzpatronin der Caritas. Zugleich schafft LISA den Übergang in ein größeres Projekt, das die Caritas ebenfalls plant: das erste Sozial-Kaufhaus im AW-Kreis, das im Sommer 2009 eröffnet werden soll.

Landrat Pföhler: „Wir gehen neue Wege im Sozialsektor und bei der Integration behinderter Menschen. Mit der Caritas wissen wir einen sehr kompetenten Partner an unserer Seite, mit dem wir bereits in der Außenstelle Sinzig der Kraftfahrzeug-Zulassung erfolgreich zusammenarbeiten und behinderte Menschen beschäftigen.“ Der „fließende und problemlose Übergang“ von der Kleider- und Möbelkammer in den neuen LISA sei Anfang April vollzogen.

LISA öffnet am 2. April 2007 in Bad Breisig (Vogelsangstraße 4, ehemaliger Rewe-Markt). Das sozial ausgerichtete Kaufhaus steht allen Bürgern offen. Das Sortiment erstreckt sich über Möbel, Elektroartikel und Hausrat bis zu Textilien und Babyartikeln. Träger sind die Caritas Werkstätten in Kooperation mit dem Regional-Caritasverband. LISA übernimmt die Aufgaben der Kleider- und Möbelkammer mit Haushaltsauflösungen und Ausgabescheinen durch die Sozialämter der Städte und Verbandsgemeinden. Die Öffnungszeiten: montags, mittwochs und freitags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags 10 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr.

Zur Vorgeschichte: Das erste Sozial-Kaufhaus im Kreis soll ab Sommer 2009 ein hochwertiges und breites Sortiment an gebrauchten Kleidern, Möbeln und Hausrat zu günstigen Preisen anbieten. Es soll endgültig aus der Kleider- und Möbelkammer des Kreises hervorgehen, die derzeit aufgelöst wird. Diese Kammer in Lantershofen stellte Hilfeempfängern gebrauchte Waren in gutem, funktionsfähigen und sauberen Zustand bereit. Dies ersparte seit 1997 rund 4,3 Millionen Euro an Sozialhilfekosten. Allerdings verbuchte die Kammer wegen der neuen Sozialgesetze mit Hartz IV einen drastischen Nachfragerückgang. Die Kosten für den Betrieb (Personal, Miete für Lagerräume, Lkw für Möbeltransporte) wurden höher als die erzielten Einsparungen.

Der Standort für das Sozial-Kaufhaus ab 2009 steht noch nicht fest. Er soll sich in zentraler Lage mit guten öffentlichen Verkehrsanbindungen befinden. Auch hierfür gilt: Die günstigen Einkaufsmöglichkeiten sollen für jeden bestehen, insbesondere für Hilfeempfänger.

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Vertrag unterzeichnet: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (l.) und Caritas-Direktor Michael Kröselberg.
Noch als Modell, ab 2009 Wirklichkeit: das erste Sozialkaufhaus, auf das sich Caritas-Direktor Michael Kröselberg (v.l.), Karl-Heinz Porz, Klaus Kniel (beide Kreisverwaltung Ahrweiler) und Landrat Dr. Jürgen Pföhler freuen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.02.2007

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