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Kindertagesstätten-Bedarfsplan ist fertiggestellt

290 Seiten als Richtschnur für die Zukunft der Kitas – Eltern befragt – Landrat Pföhler: „Kinder- und Familienfreundlichkeit konsequent ausbauen“

Der neue Kindertagesstätten-Bedarfsplan für den Kreis Ahrweiler ist fertiggestellt. Landrat Dr. Jürgen Pföhler wird das 290 Seiten starke Werk jetzt den politischen Gremien vorstellen. Am 9. März berät der Kreistag über den Plan, der nach den Worten Pföhlers „der Wegweiser für die Zukunft der Kindertagesstätten ist“. Es handele sich um den umfassendsten und fundiertesten Bedarfsplan des Kreises, dem eine präzise Bedarfsanalyse mit der umfangreichen Befragung aller Beteiligter zugrunde liege.

Unterdessen nannte Pföhler aktuelle Zahlen zu den Ganztags- und den Krippenplätzen. Die Zahl der Ganztagsplätze sei innerhalb eines Jahres von 650 in 2006 auf derzeit rund 800 gestiegen. Dies bedeutet ein Plus von 23 Prozent. Im Jahr 2000 seien kreisweit lediglich 138 dieser Plätze angeboten worden.

Für Kinder unter drei Jahren stünden derzeit elf Kinderkrippen zur Verfügung. Eine zwölfte werde in Kürze eröffnet. Pföhler: „Zwölf Kinderkrippen sind exakt doppelt so viele wie im Vorjahr“. Das weitere Ziel laute: mindestens eine Krippe in jeder Kommune. Die für 2007 anvisierte Zahl der Krippenplätze kreisweit: rund 120. Darüber hinaus würden unter Dreijährige in altersgemischten Gruppen betreut. Altersgemischte Gruppen für Kinder unter drei und – zur Nachmittagsbetreuung – über sechs Jahren, seien als Standard anzusehen. Derzeit gebe es kreisweit 63 Kindertagesstätten mit rund 4.000 Kindern.

Der Landrat: „Bei der Familienfreundlichkeit und der Möglichkeit insbesondere für Mütter, Kindererziehung und Beruf zu vereinbaren, sind wir auf einem sehr guten Weg.“ Die Kindertagesstätten blieben ein Zentralthema für die nächsten Jahre. Der demografische Wandel – weniger Kinder auch im Kreis Ahrweiler – führe zu frei werdenden Platz- und Personalkapazitäten, aber auch zur Chance, neue und qualitativ hochwertige Angebote aus- und aufzubauen. Dafür habe der Kreis die Weichen frühzeitig gestellt.

Eine solch qualitative und ins Detail gehende Bedarfsplanung habe es im Kreis bisher nicht gegeben. Unter Federführung des Kreisjugendamts und der Fachhochschule RheinAhrCampus Remagen seien Träger (Kommunen, Kirchen, freie Träger), Fachkräfte und Eltern mit Informationsveranstaltungen und Befragungen beteiligt worden.

Ein umfassender Fragenkatalog an mehr als 850 Elternhäuser sollte ein möglichst vollständiges Bild über den Bedarf der Eltern und Kinder ermitteln. Die beiden Modellkommunen – Verbandsgemeinde Altenahr und Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler – repräsentierten den ländlichen und den städtischen Raum. Angesprochen worden seien die dortigen Eltern – auch solche, deren Kinder keine Tagesstätte besuchen. Gefragt worden sei unter anderem nach bestehenden und gewünschten Betreuungsangeboten wie Hortplätzen, Mittagsverpflegung, Uhrzeiten sowie in den Ferien oder als Tagespflege.

Pföhler abschließend: „Wir wollen die demografischen Herausforderungen der kommenden Jahre bewältigen. Wir werden die Attraktivität des Kreises Ahrweiler gerade für junge Familien konsequent ausbauen. Das ambitionierte Vorhaben, familienfreundlichster Landkreis in Rheinland-Pfalz zu werden, ist eng damit verbunden, die Angebotsvielfalt und damit die Lebensqualität für Kinder und Familien konsequent auszubauen.“


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.02.2007

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