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Biomasse-Masterplan wird im Kreistag vorgestellt

Im Internet abrufbar – „Zukunftsmarkt für Land- und Forstwirte“

Der Biomasse-Masterplan für den Kreis Ahrweiler ist fertiggestellt und wird im Kreistag präsentiert. Auch im Internet ist er abrufbar. Außerdem wird der Plan an Bürgermeister, Verbände, eingebundene Firmen sowie Land- und Forstwirte geschickt.

Der Masterplan wurde vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) erstellt. Er zeige erstmals im Kreis ermittelte Biomassepotenziale sowie Strategien zur Nutzung von Bioenergie auf. Der ländlich geprägte Kreis Ahrweiler verfüge über große Potenziale und besitze damit echte Chancen auf dem Zukunftsmarkt Biomasse. Kurzfristig stehe ein Biomassepotenzial mit einem Energiewert von 22 Millionen Litern Heizöl bereit; langfristig betrage dieses Heizöläquivalent 40 Millionen Liter, so das IfaS.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Biomasse bietet neue Chancen. Der Kreis hat die Grundlagen geschaffen und die Tür geöffnet. Die Umsetzung des Masterplans liegt jetzt bei den Akteuren vor Ort, die davon profitieren.“ Eigeninitiative sei gefragt. Der Landrat ermutigt „alle interessierten Akteure, auf der Basis des Masterplans eigene Projekte zu entwickeln.“

Beispiele für Biomasse sind nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft, die sich zur Wärme- und Stromgewinnung nutzen lassen – beispielsweise Holz und Raps, holzartiger Grünschnitt aus der kommunalen und privaten Grünpflege, ferner Bioabfall, Speisereste und -fette aus der Entsorgung sowie Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung.

Pföhler weiter: „Teile der vorhandenen Biomasse werden bereits genutzt. Jetzt gilt es, die noch ungenutzten Ressourcen zu aktivieren. Betriebe, bei denen organische Reststoffe anfallen, die öffentliche Hand und vor allem die Land- und Forstwirte können zu wichtigen Energielieferanten werden. Die ökologische Energiegewinnung erschließt neue Einnahmemöglichkeiten und eine Wertschöpfung vor Ort.“

Nach dem Fotovoltaikprojekt setze der Kreis Ahrweiler mit der Biomasse-Idee einen weiteren wichtigen Akzent zur umweltverträglichen und klimafreundlichen Wärme- und Stromgewinnung. Der nächste Schritt: Die im Masterplan genannten Projektskizzen würden durch Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen auf den Weg gebracht. Dazu habe der Kreistag weitere Gelder bereitgestellt, so Pföhler.

Info und Kontakt: Kreisverwaltung Ahrweiler, Guido Nisius (Leiter der Wirtschaftsförderung), Ruf 02641/975-383, guido.nisius@kreis-ahrweiler.de, www.kreis-ahrweiler.de („Wirtschaftsförderung“).


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.03.2007

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