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Kreis will Integration von behinderten Menschen weiter ausbauen

Levana-Förderschule erweitern – Neue Plätze auch in Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen

Der Kreis Ahrweiler will die Integration von Menschen mit Behinderungen weiter ausbauen. Das gilt für behinderte Kinder und Erwachsene. Konkrete Maßnahmen betreffen Kindertagesstätten, die Levana-Förderschule und soziale Einrichtungen.

Mit Blick auf den Schulsektor hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler die renommierte „Projektgruppe Bildung und Region“ (Wolf Krämer-Mandeau, Bonn) mit einem Gutachten beauftragt, das die Prognose über den Raumbedarf für den Unterricht mehrfach behinderter Kinder liefert. Ergebnis: An der Levana-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler besteht ein Bedarf von bis zu vier Räumen. Bisher müssen diese Kinder bis nach Neuwied gefahren werden, um dort an der Christiane-Herzog-Schule betreut zu werden.

Bereits im Sommer 2006 hatte Pföhler dem Land mitgeteilt, dass der Kreis als Schulträger der Erweiterung dieser Schule für mehrfach behinderte Kinder positiv gegenübersteht. Dabei ging es vor allem um eine Grundaussage zur Förderung der Levana-Gebäudeerweiterung. „Sofern das Land als zuständige Schulbehörde die Erweiterung der Schule zulässt und die Förderung in Aussicht stellt, können unsere Kreisgremien konkrete Zahlen erhalten und die weiteren Planungsschritte beschließen“, erklärte der Landrat jetzt.

Die Levana-Ausweitung bezeichnete Pföhler als „einen wichtigen Baustein in unserem gesamten Integrationskonzept“. Dieses Konzept umfasse auch die Kindertagesstätten. Der Landrat: „Die Integration behinderter Kinder ist Teil unserer Teilhabeplanung. Eltern soll die Wahlfreiheit ermöglicht werden, ihr Kind in einem Förder- oder einem Regelkindergarten als integrative Einrichtung anzumelden.“

Dabei sei man auf einem guten Weg. In der Heilpädagogischen Kindertagesstätte St. Hildegard in Bachem stünden 33 Plätze für Kinder mit Behinderung und elf integrative Plätze zur Verfügung. Weitere acht Plätze für Kinder mit Handicaps gebe es im Kindergarten St. Lambertus in Gimmigen. In sieben weiteren Regeleinrichtungen, die sich über das Kreisgebiet verteilten, seien weitere zwölf behinderte Kinder untergebracht. Aktuell würden rund 50 behinderte Kinder in den Kindertagesstätten betreut.

Der Teilhabeplan mahne an, dass auch die Grundschulen behinderte Kinder aufnehmen sollen. Verantwortlich hierfür sei jedoch die Mainzer Landesregierung. Bislang sei dies kreisweit an lediglich einer Grundschule möglich, nämlich der Grundschule Ahrweiler. „Hier sehe ich noch erhebliche Defizite“, plädiert Pföhler dafür, entsprechende Angebote auch an anderen Grundschulen einzurichten.

Für die Integration erwachsener Behinderter seien mit Unterstützung des Kreises Ahrweiler drei neue Projekte angelaufen: das große Sozialkaufhaus der Caritas mit zehn integrativen Arbeitsplätzen (das Einstiegsmodell LISA in Bad Breisig eröffnet am 2. April) sowie jeweils in Sinzig der Bau des Apartmenthauses der Lebenshilfe und der Neubau der Werkstatt für psychisch Behinderte.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 30.03.2007

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