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Landrat akzeptiert keine Streichungen von Bahnfahrten

Landrat Dr. Jürgen Pföhler akzeptiert keine Reduzierung von Fahrten auf der Ahrtalbahn sowie auf der Rheinstrecke zwischen Remagen und Koblenz. „Dagegen müssen wir frühzeitig angehen“, erklärte der Landrat, der mittelfristig weitere Streckenstreichungen im Wege der „Salamitaktik“ befürchtet.

Mit der Forderung der „Freunde der Ahrtalbahn“ nach einer „klaren Aussage des Landrates“ würden offene Türen eingerannt, so Pföhler. Bereits in der Sitzung des Kreis- und Umweltausschusses am 20. November vergangenen Jahres sei auf seine Initiative die ablehnende Haltung des Kreises zu jeglichen Fahrtenstreichungen beschlossen worden. Deshalb habe der Kreis in der letzten Versammlung des Schienenpersonen-Zweckverbandes Nord (SPNV) sämtliche Beschlüsse zu einer Angebotsreduzierung von Zügen ab 2008 abgelehnt. Darüber hinaus habe Pföhler sich erst kürzlich nochmals schriftlich an die SPNV-Geschäftsführung gewandt. Pföhlers Argumente: Die Ahrtalbahn werde überdurchschnittlich von Fahrgästen genutzt. Fahrtenreduzierungen könnten einen ersten Einschnitt darstellen, der die Attraktivität der Ahrstrecke schmälere.

Anlass der zu befürchtenden Streichungen: Der Bund stellt dem Land Rheinland-Pfalz weniger Regionalisierungsmittel bereit. Das Land erhält bereits für 2006 rund 150 Millionen Euro weniger aus Berlin. Auf der Ahrtalbahn wären nach den aktuellen Planungen sieben Verbindungen betroffen, überwiegend in Nebenverkehrszeiten.

Landrat Dr. Pföhler kündigte an, das Thema in der kommenden Sitzung des Kreis- und Umweltausschusses am 23. April erneut auf die Tagesordnung zu setzen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.04.2007

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