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Blauzungenkrankheit: Auflagen verschärft

Ansteckungsgefahr bei Schafen, Ziegen, Rindern – Für Menschen ungefährlich

Die Überträger-Insekten für das Virus der Blauzungenkrankheit werden bei steigenden Temperaturen wieder aktiv. Halter von Schafen, Ziegen und Rindern müssen daher besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Wie die Kreisverwaltung Ahrweiler meldet, hat das Landesuntersuchungsamt Koblenz die Auflagen für Halter von Wiederkäuern verschärft. Über den Winter waren die Auflagen gelockert worden.

Die Blauzungenkrankheit ist eine für Menschen ungefährliche Tierkrankheit. Es besteht keine Infektionsgefahr. Fleisch und Milch können bedenkenlos verzehrt werden. Überträger ist hauptsächlich eine Culicoides-Mücke, die in Deutschland in rund 60 Arten vorkommt. Eine Ansteckung von Wiederkäuer zu Wiederkäuer ist nicht möglich. Bisher wurde die Blauzungenkrankheit in 91 rheinland-pfälzischen Betrieben nachgewiesen.

Die verschärften Auflagen sehen vor, dass die Tiere erneut mit zugelassenen Repellentien (Mückenschutzmittel) beziehungsweise Insektiziden nach den Empfehlungen der Hersteller behandelt werden. Die Wiederkäuer sind in den Nachtstunden aufzustallen. Die Aufstallung muss spätestens eine Stunde vor Einsetzen der Abenddämmerung abgeschlossen sein und darf frühestens eine Stunde nach Einsetzen der Morgendämmerung wieder aufgehoben werden. Ausnahmen von der Stallpflicht sind erlaubt, wenn die empfänglichen Tiere und deren Ställe mit zugelassenen Insektiziden behandelt werden. Der Transport von Wiederkäuern ist teilweise genehmigungspflichtig. Nähere Auskünfte erteilt das Kreis-Veterinäramt, Ruf 02641/975-225.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.04.2007

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