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20.000 Forellen-Setzlinge und 1.000 Äschen in Ahr eingebracht

Landrat Pföhler: „Ökologische Qualität entscheidend verbessert“ – ARGE Ahr pflegt Fischbestände – 20 heimische Arten nachgewiesen

Mit dem Einsetzen von 20.000 Forellen-Setzlingen und 1.000 Äschen in die Ahr ist die Renaturierung dieses Flusses einen weiteren Schritt vorangekommen. Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung und zum Schutz der Ahr e.V. (ARGE Ahr) hat die Fische jetzt in Mayschoß ins Gewässer eingebracht. Der Kreis Ahrweiler unterstützt die Maßnahme fachlich und finanziell.

„Die ARGE hat einen großen Anteil daran, dass sich die ökologische Qualität der Ahr entscheidend verbessert hat“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der sich in Mayschoß bei den Fischereiexperten um ihren Vorsitzenden Johannes Wagner informierte. Der Verein helfe, die Ahr zu einem ökologisch intakten und für Fische durchwanderbaren Gewässer zu entwickeln. Bedrohte Fischarten fänden somit neue Lebensräume, so Pföhler.

Nachdem in den vergangenen drei Jahren mehr als 100.000 Lachse eingesetzt worden waren, kamen jetzt 20.000 Forellen-Setzlinge und 1.000 Äschen hinzu. Die Ahr wird fast im gesamten rheinland-pfälzischen Oberlauf als Gewässer der Äschenregion eingestuft. Dies kommt einem Zertifikat gleich, das eine hohe Gewässergüte bescheinigt. Äschen gelten als anspruchsvolle Fische, die nur wenige Gewässer in Deutschland besiedeln.

Dem natürlichen Fischbestand der Ahr werden 29 heimische Arten zugeordnet. 20 davon sind in der Ahr wieder nachgewiesen. Dazu zählen Bachforelle, Äsche, Aal, Barsch, Döbel und Plötze sowie Kleinfischarten wie Gründling, Elritze, Schmerle, Groppe und Dreistacheliger Stichling.

Die Wanderfische sollen wieder ahraufwärts schwimmen können, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Dafür wurden rund 40 Umbaumaßnahmen vorgenommen. Meist ging es um den Abbau alter Querbauwerke, die früher als Wehre gebraucht wurden.

Die ARGE hat sich seit ihrer Gründung im November 2000 das Ziel gesetzt, den Natur-, Arten- und Gewässerschutz sowie die Fischerei im Einzugsgebiet der Ahr zu fördern. Der Verein unterstützt die Hege und Pflege der Fischbestände sowie aller vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Als besondere Anerkennung für dieses ehrenamtliche Engagement hat der Verein die Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler erhalten.

Gemeinsam mit der Regionalstelle Wasserwirtschaft der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD Nord) in Koblenz arbeiten der AW-Kreis und die ARGE-Ahr an einer besseren Wasserqualität, damit sich die natürliche und artenreiche Tier- und Pflanzenvielfalt einstellt. Die Gewässerstruktur soll ebenfalls verbessert und die Gewässerauen revitalisiert werden.

FOTO: Landrat Dr. Jürgen Pföhler, ARGE-Vorsitzender Johannes Wagner (2. und 3. v.l.) und weitere ARGE-Mitglieder haben Forellen und Äschen in die Ahr eingesetzt, was auch Bürgermeister Achim Haag (r.) begrüßte.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.05.2007

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