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Sockel als Naturstein ja, Standard-Haustür aus Aluminium nein

Ländlicher Raum und Dorferneuerung: Kreis gibt „Ratgeber Renovieren“ heraus – „Beratungsbedarf bei Renovierung eines dorftypischen Eifelhauses“

Mit der neuen Schriftenreihe „Regionale Baukulturen“ setzt der Kreis Ahrweiler einen weiteren Akzent bei der Förderung des Ländlichen Raums. Als „Ratgeber 1“ ist jetzt die Broschüre „Renovieren“ erschienen. Ziel: Die historisch gewachsene Vielfalt ortstypischer Gebäude soll bewahrt werden. Die 130-seitige Schrift im praktischen Taschenformat ist kostenlos und kann bei der Kreisverwaltung angefordert sowie im Internet abgerufen werden.
Architektin Angelika Petrat vom Kreisbauamt, die den Ratgeber gemeinsam mit ihrer Kollegin Nina Porz erstellt hat: „Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter und sein eigenes Ortsbild. Dieses wird geprägt durch öffentliche Räume, Gebäude und Höfe. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich dieses Bild stark verändert. Regionaltypische Eigenschaften sind durch Renovierungen oftmals verlorengegangen.“

Die beiden Diplom-Ingenieurinnen haben einen kompakten Bildband konzipiert, der Gebäudeteile wie Fenster, Türen oder Hausfassaden anhand negativer und positiver Beispiele erläutert. Negativ: das großflächige Kunststofffenster, die Standard-Haustür aus Aluminium und die einheits-verkleidete Hauswand. Positiv: Sprossenfenster im Holzrahmen, die Fassade mit natürlicher Putzstruktur und der Haussockel aus Natursteinen.

Apropos Natursteine: Der Kreis Ahrweiler sei eine Region, in der verschiedene Baukulturen aufeinandertreffen. Vor allem Natursteine seien „in atemberaubender Vielfalt vorzufinden“, so das Architektinnen-Duo Petrat-Porz. In kaum einem anderen Kreis treffe man auf eine derartige Vielzahl verschiedener Steinarten: Fachwerkhäuser mit Bruchsteinsockeln und ganze Häuser aus Tuffstein, Grauwacke, Ziegel, Basalt und anderen Lavagesteinen.

Der Bauboom der vergangenen Jahrzehnte habe vielfach zur „Uniformität der Hausarchitektur“ geführt. Folge: „Die Dörfer laufen Gefahr, ihre Identität und ihr spezifisches Aussehen zu verlieren.“ Die Förderung der regionalen Baukultur und die Pflege der ortstypischen Gebäuden helfe, dass die Dörfer als Wohnort attraktiv bleiben. Das Arbeitsfeld „Dorferneuerung“ im Kreisbauamt zeigt laut Petrat: Bei der Renovierung eines dorftypischen Eifelhauses bestehe großer Beratungsbedarf.

Der „Ratgeber Renovieren“ unterstützt Bauherren. Farbige Vergleichsfotos und prägnante Kurztexte geben gestalterische Tipps zur Gebäudesanierung. Die Kapitel: Dach, Fenster, Türen und Tore, Fassade, Farbe, Außenanlagen.

Bestellung: Kreisverwaltung Ahrweiler, Bauamt, „Ratgeber Renovieren“, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad-Neuenahr-Ahrweiler, info@kreis-ahrweiler.de. Im Internet: www.kreis-ahrweiler.de, „Verwaltung online“, „Bauen & Verkehr“, „Förderung Ländlicher Raum“, „Ratgeber renovieren“.

FOTO 1: Neu: Die Kreisverwaltung AW hat den „Ratgeber Renovieren“ veröffentlicht.
FOTO 2 (Doppelfoto Hausfassade) : Modern, funktionell und uniform ist nicht immer schön – historisch gewachsene Vielfalt hingegen belebt die Dörfer bis heute.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 01.06.2007

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