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Die Herkulesstaude jetzt bekämpfen

Pflanzen ausgraben, Blüten austrocknen – Nicht kompostieren

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, breitet sich wieder aus. Die Pflanze ist giftig und gefährlich, weil Hautkontakt zu allergischen Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen und Verbrennungen führen kann. Derzeit stehen die optisch imposanten Pflanzen in voller Blüte und machen sich vor allem an Bach- und Flussufern invasiv breit. Die Kreisverwaltung Ahrweiler gibt einige Tipps.

Die Pflanze wurde vor rund 100 Jahren aus dem Kaukasus eingeführt und kann bis zu vier Meter hoch wachsen. Mit ihrem frühen Größenwachstum und einer Lebenszeit von zwei bis drei Jahren verdrängt sie einheimische und standorttypische Pflanzen. Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer oder -nutzer selbst verantwortlich. Die beste Möglichkeit ist, sie im Frühjahr zu mähen und den Wurzelstock 10 bis 15 Zentimeter tief auszugraben; dies tötet die Staude mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Derzeit stehen die Pflanzen in voller Blüte. Die Grundstückseigentümer sollten daher vor dem Samenwurf aktiv werden. Der Tipp: Schutzkleidung (lange Hose, lange Ärmel, Handschuhe) anziehen und die Dolden abschneiden, ohne dass der Samen auf den Boden fällt und neu austreibt. Anschließend sollten die Dolden eine Zeitlang dicht verpackt und dadurch ausgetrocknet werden. Wenn möglich, sollte man sie anschließend verbrennen. Gut in Plastik verpackt, können sie auch in die graue Restmülltonne geworfen werden. Wichtig: Nicht in die braune Biotonne geben. Die Fruchtdolden dürfen nicht kompostiert werden.

An Ufern breiten sich die Pflanzen verstärkt aus, weil die Samen sehr schwimmfähig sind. Die Dolden einer einzigen Pflanze können über 80.000 Einzelblüten tragen und bis zu 20.000 Samen bilden. Entlang der Ahr kümmern sich die Kreisverwaltung Ahrweiler sowie die Koblenzer Struktur- und Genehmigungsdirektion im Rahmen der Gewässerunterhaltung um die Bekämpfung des Riesenbärenklaus. Weitere Infos: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2006, Seite 97; Internet: www.herkulesstaudenbekaempfung.de.

FOTOS: Bis zu vier Meter hoch – und gefährlich: die Herkulesstaude.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.06.2007

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