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Das Kreiswappen hat Geburtstag

Am 5. Juli 1927 genehmigt – Grundschüler deuteten: „Ein Adler aus Südamerika. Er kommt auch in den Nachrichten vor.“

Jedem im Kreisgebiet ist es schon begegnet. Unzählige Male wurde es abgebildet. Auf Briefen der Kreisverwaltung kommt es in die Häuser. Es erscheint auf Broschüren des AW-Kreises, prangt als Aufkleber auf Autos, ziert Glasbilder, Wappenteller, Plaketten, Orden, Fahnen, Schilder und Urkunden: das Wappen des Kreises Ahrweiler. Jetzt hat es Geburtstag. Es wird 80.

Jeder kennt es also – mehr oder weniger jedenfalls. Was jedoch die einzelnen Wappenfelder bedeuten, ist vielen Menschen nicht klar. So förderte eine Befragung von Viertklässlern originelle Ergebnisse zutage. Die Grundschüler mutmaßten unter anderem: „Ein Adler aus Südamerika. Zum Zerreißen der Beute besitzt er kräftige Krallen.“ Oder: „Der Adler kommt auch in den Nachrichten vor.“; „Ich glaube, es ist ein Fluss, die Ahr. Und am Rand ist eine Wiese wie bei uns an der Ahr.“; „Der Löwe soll den Kreis Ahrweiler beschützen, weil er der König der Tiere ist.“; „Das Kreuz heißt rotes Kreuz. Man sieht es auf Krankenwagen und auf Krankenhäusern.“ – Soweit die phantasievollen Interpretationen des AW-Nachwuchses.

Die Deutung der Wappenkunde (Heraldik) für das Ahrweiler Kreiswappen, für das sich der Kreistag am 22. März 1927 entschied und das am 5. Juli 1927 vom Preußischen Staatsministerium in Berlin genehmigt wurde, weist hin auf die reiche geschichtliche Vergangenheit des Kreisgebietes. Das Wappen erinnert an die wesentlichen früheren Herrschaftsverhältnisse, zeigt die Wahrzeichen der wichtigsten Landesherren.

Der Wappenschild gliedert sich in vier Teile:

·Das schwarze Kreuz in Silber gibt die frühere Zugehörigkeit zu Kurköln wieder, das rund 600 Jahre bis zum Ende des Alten Reiches (1794) an der Ahr herrschte.
·Das rechte obere Wappenfeld präsentiert in Gold einen schwarzen Adler mit roten Waffen, nämlich Klauen, Schnabel und Zunge. Dieses Symbol weist auf den Adler (Aar) der Grafen von Neuenahr (13. Jahrhundert) und den Reichsadler hin.
·Mit dem schwarzen Löwen mit roten Waffen ist der jülich-bergische Löwe in Gold abgebildet. Jülich war vom Ausgang des Mittelalters bis zum Einmarsch der Franzosen (1794) Landesherr an der unteren Ahr und am Rhein.
·Das alte Provinzwappen der Preußischen Rheinprovinz (silberner gewellter Schrägbalken in Grün, der Rhein) steht für die Zugehörigkeit zum Rheinland nach 1816.

Das AW-Wahrzeichen gilt als eines der ältesten Landkreiswappen in Deutschland. Ein Tipp: Eine kleine Präsentation im Foyer des Kreishauses zeigt und erläutert es derzeit gemeinsam mit den Wappen der acht Städte und Gemeinden.

FOTO: Hat Geburtstag: das Wappen des Kreises Ahrweiler.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.06.2007

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