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Ausstellung informiert über Nutzung von Erdwärme

„Geothermie“ in der Kreisverwaltung präsentiert – Infos vom Landesamt für Geologie und Bergbau – 400 Anträge für Erdwärmesonden im AW-Land

Das öffentliche Interesse an der Beheizung von Gebäuden mit Erdwärme ist gestiegen. Mit der Wanderausstellung „Geothermie“ greift die Kreisverwaltung Ahrweiler dieses Thema gemeinsam mit dem Mainzer Landesamt für Geologie und Bergbau auf. Die öffentliche Präsentation der geothermischen Verhältnisse in Rheinland-Pfalz und deren Nutzungsmöglichkeiten ist bis 13. Juli im Kreishaus zu besichtigen (Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30, Foyer, zu den üblichen Öffnungszeiten).

„Der Kreis Ahrweiler ist ein Vorreiter bei der Nutzung regenerativer Energien“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der die Ausstellung gemeinsam mit dem Leiter des Landesamtes, Prof. Dr. Harald Ehses, eröffnete. Neben der Nutzung von Erdwärme in Kreisgebäuden – Beispiel Nürburgring-Schule in Wimbach – nannte Pföhler das große Solarstromprojekt, das die Dächer der Kreis-Schulen und der Kreisverwaltung mit 7.000 Quadratmetern Fotovoltaikflächen ausgestattet habe, das Biomasseprojekt und den verstärkten Einsatz von ökologischen Heiztechniken.

Gestiegene Energiekosten und ein stetig wachsender Energiebedarf bei immer knapper werdender Ressourcen machen es nach den Worten von Prof. Ehses dringend erforderlich, alternative Methoden zur Energiegewinnung zu entwickeln und anzuwenden.

Speziell im Kreis Ahrweiler gewinnt die Nutzung von Erdwärme immer mehr an Bedeutung. Seit zehn Jahren steigt die Zahl von Anträgen zur Errichtung von Erdwärmesonden deutlich. Rund 400 Anträge wurden positiv beschieden. Dies ist bemerkenswert, weil die Trink- und Mineralwasservorkommen im AW-Kreis den Einsatz von Erdwärmesonden einschränken.

Die kompakte Ausstellung nennt die Grundlagen der Geothermie und vermittelt Einblicke in die Möglichkeiten der Tiefen-Geothermie, deren Anlagen zur Stromgewinnung sowie zur Wärmebereitstellung in Nah- und Fernwärmenetzen genutzt werden. Das Themenfeld „Oberflächennahe Geothermie“ zeigt den Bauherren, wie Erdwärme genutzt werden kann und sich dadurch bis zu 75 Prozent Heizkosten einsparen lassen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der CO-2-Einsparung: Mit Hilfe von Erdwärmesonden, Flächenkollektoren oder Grundwasserbrunnen lassen sich bereits relativ geringe Temperaturen im Untergrund per Wärmepumpe zum Heizen von Gebäuden nutzen. Im Sommer kühlen solche Anlagen die Häuser. Hinweise zur Bauausführung und dem Genehmigungsverfahren ergänzen die Ausstellung. Faltblätter liegen aus.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.07.2007

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