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Benachbarte Kommunen sollen frühzeitig aufeinander zugehen

Regionales Einzelhandels- und Zentrenkonzept erhielt bundesweite Auszeichnung

Bei der Regionalplanung, die beispielsweise neue Baugebiete, Gewerbeflächen und die Standorte von Einkaufszentren vorschlägt, werden mehrere fachliche Sichtweisen vereint. Solche Sichtweisen gelten etwa dem Wohnen, dem Verkehr, der Freizeit und dem Handel. Die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler hat ein „Regionales Einzelhandels- und Zentrenkonzept“ entwickelt, das jetzt in Berlin als beispielhafte Initiative ausgezeichnet wurde.

Der Kerngedanke des Konzeptes lautet: Benachbarte Kommunen sollen frühzeitig aufeinander zugehen und sich bereits im Vorfeld des gesetzlichen Verfahrens abstimmen. Wenn sie dann einvernehmliche Vorschläge einreichen, beschleunigen sie die weiteren rechtlichen Planungsschritte.

Das Regionale Einzelhandels- und Zentrenkonzept wurde beim bundesweiten Kongress „Auf dem Weg zu einer Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ als beispielhafte Initiative für lebenswerte Innenstädte ausgezeichnet. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Achim Großmann, überreichte die Urkunden an Michael Isselmann, den Leiter des Stadtplanungsamt der Stadt Bonn, und Michael Schäfer, den Kreisplaner für den Kreis Ahrweiler.

Das Bundesministerium hatte dazu aufgerufen, Beispiele für lebenswerte Innenstädte zu benennen. 180 Projektvorschläge aus dem gesamten Bundesgebiet wurden eingereicht. Die Projektansätze reichen vom Standort- und Innenstadtmarketing über die Aufwertung öffentlicher Räume, Kultur und Bildung bis zu regionalen Einzelhandelskonzepten. Für die Auswahl war entscheidend, dass es sich um fachübergreifende und kooperative Ansätze verschiedener Innenstadtakteure handelte.

Das Konzept der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler entstand im Regionalen Arbeitskreis (rak), einer freiwilligen Kooperation, in der seit 1991 alle 28 Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden bei der Raumplanung zusammenarbeiten. Der „rak“ beschreitet neue Wege der Projektsteuerung, verfolgt einen integrierten Konzept- und Handlungsansatz in unterschiedlichen Aufgabenfeldern und fördert so die nachhaltige Regionalentwicklung.

FOTO:
Kreisplaner Michael Schäfer (v.l.), Michael Isselmann und Achim Großmann beim Kongress zur Stadtentwicklungspolitik in Berlin.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.07.2007

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