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Initiative „DSL für alle“ – Bedarfsermittlung bei Kommunen läuft

Landrat: „Breitbandversorgung enorm wichtig für Wirtschaftsraum“

Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat einen weiteren Schritt in Richtung breitbandige Internetversorgung mit DSL im Kreis Ahrweiler getan. In einem Schreiben hat er sich an alle Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher gewandt, um die Bedarfe der einzelnen Kommunen zu ermitteln.

„Eine schnelle und nachhaltige Versorgung mit Breitband ist heutzutage nicht nur ein Stück Lebensqualität, sondern auch ein Standortfaktor, der für einen Wirtschaftsraum enorm wichtig ist“, erläuterte Landrat Pföhler. „Deshalb werden wir nun mit allen Beteiligten kreisweit den Bedarf bei Bürgern und Unternehmen ermitteln und bündeln.“

Bei der Bedarfsermittlung sollen die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher mitteilen, wo und in welcher Bandbreite und Qualität in ihren Kommunen DSL verfügbar ist, wo Bedarf besteht und ob DSL flächendeckend vorhanden ist. Weiter wird erfragt, wer an einem DSL-Anschluss grundsätzlich interessiert ist und wer einen qualitativ höherwertigeren Anschluss möchte. Die hauptamtlichen Bürgermeister sollen hierzu für ihr Gebiet die Bedarfsanmeldung von Bürgern und Gewerbetreibenden aus den einzelnen Ortsgemeinden und Stadtteilen bündeln und das Ergebnis anschließend an die Kreisverwaltung übermitteln.

„Mit Blick auf die Versorgung vieler Gebiete im Kreis Ahrweiler mit breitbandigem Internetzugang durch die Deutsche Telekom besteht die Gefahr einer „digitalen Spaltung“, erklärte der AW-Landrat. So solle das gesamte Stadtgebiet von Bonn bis zum Jahresende 2007 mit hochwertigem VDSL versorgt werden, während sich der Kreis Ahrweiler als Flickenteppich darstelle. Landrat Pföhler: „Wenngleich Bürger und Unternehmer in erster Linie auch selbst in der Pflicht sind und es nicht Aufgabe der öffentlichen Hand sein kann, Anbieter – allen voran die Deutsche Telekom – von ihren Investitionen freizustellen, können wir diesen Prozess mit einer Interessenbündelung dennoch ein Stück weit beeinflussen.“

Die Kreis-Initiative „DSL für alle“ beinhaltet, laut Pföhler, drei Schritte: Im ersten Schritt gilt es, kreisweit die Bedarfe in den einzelnen Kommunen zu ermitteln und anschließend zu bündeln. Mit den daraus resultierenden „Verhandlungspaketen“ will er ein Gespräch mit der Telekom-Zentrale in Bonn suchen. Falls man sich dort nicht überzeugen lasse, werde drittens der Wettbewerb um alternative Breitband-Anbieter forciert.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.07.2007

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