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Spurensuche – Tage der Demenz im Kreis Ahrweiler

Breit angelegte Veranstaltungsreihe für Interessierte – Fortbildung für Ärzte und Fachkräfte – „Die Krankheit enttabuisieren“

Die Kreispflegekonferenz Ahrweiler widmet sich verstärkt dem Thema Demenz. Eine umfangreiche Veranstaltungsreihe informiert beispielsweise über Gedächtnisstörungen und berät beim Umgang mit verwirrten Menschen. Unter dem Motto „Spurensuche“ finden diese „Tage der Demenz im Kreis Ahrweiler“ mit mehr als 30 Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmen und einem Theaterstück vom 20. September bis 17. Oktober statt.

Schirmherr ist Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Auch im Kreis Ahrweiler erkranken immer mehr Menschen an Demenz und sind auf unsere Hilfe angewiesen“, so Pföhler. Der Kreis habe die Weichen frühzeitig gestellt und im April 2005 die erste Pflegekonferenz in Rheinland-Pfalz gegründet. In diesem Netzwerk seien mittlerweile mehr als 100 Mitglieder vereint. Aus der Kreispflegekonferenz habe sich der Arbeitskreis Demenz entwickelt. Außerdem beteilige sich der AW-Kreis am Caritas-Modellprojekt „Leitstelle Demenz“, betonte der Landrat.

Ein Faltblatt, das an öffentlichen Stellen ausliegt, listet die einzelnen Aktionen auf. Die Veranstaltungen finden dezentral an verschiedenen Orten im Kreisgebiet statt. Neben Informationen über das Krankheitsbild und den Umgang mit demenziell veränderten Menschen werden kulturelle, spirituelle und gemeinschaftsfördernde Angebote unterbreitet. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Für Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen wird ein spezielles Fortbildungsprogramm organisiert.

Vorrangiges Ziel der Tage der Demenz ist es nach den Worten von Katharina Steinich, die sich beim Caritasverband für die Region Rhein-Mosel-Ahr e.V. um die Leitstelle Demenz kümmert, „die Krankheit zu enttabuisieren“. Zum einen sollen Betroffene, Erkrankte und Angehörige motiviert werden, offensiver mit der Demenzerkrankung umzugehen und in der Öffentlichkeit sichtbarer zu werden. Zum anderen gehe es darum, Ängste und Vorurteile abzubauen und positive Umgangsmöglichkeiten mit demenziell veränderten Menschen aufzuzeigen.

Die Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes Ahrweiler, Dr. Ute Teichert-Barthel, formuliert ein weiteres Ziel der Demenz-Tage: professionell Pflegenden und anderen Experten die Möglichkeit zur fachlichen Auseinandersetzung rund um die medizinische und pflegerische Betreuung bieten. Damit wolle die Kreispflegekonferenz einen Beitrag zu mehr Transparenz und zur Vernetzung bei der Versorgung von demenzkranken Menschen leisten.

Gleichsam verweist der Begriff „Spurensuche“ als Leitmotiv auf zweierlei. Erstens: sich auf die Spuren von demenzkranken Menschen zu begeben; zweitens: Angebote für diese Menschen und deren Angehörige aufzuspüren.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm steht im Internet: www.kreis-ahrweiler.de, „Verwaltung online“, „Gesundheit & Soziales“.
Kontakt: Leitstelle Demenz im Landkreis Ahrweiler – Caritasverband, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bahnhofstraße 5 (Ahrweiler Bahnhof), Ruf 02641/759875, leitstelle.demenz@caritas-ahrweiler.de.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.08.2007

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