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Arp-Museum: Hart gekämpft, große Chance genutzt

Bundeskanzlerin Merkel eröffnet „ambitioniertestes Kulturprojekt und architektonisches Flaggschiff“ in Remagen-Rolandseck

„Ein großer Tag für den Kreis Ahrweiler, ein Meilenstein für das ambitionierteste Kulturprojekt in Rheinland-Pfalz.“ Mit eindeutigen Worten beschreibt Landrat Dr. Jürgen Pföhler ein Ereignis, „für das wir seit Jahren gekämpft haben“: Das „Arp Museum Bahnhof Rolandseck“ eröffnet feierlich die Pforten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Festansprache.

„Der Besuch der Bundeskanzlerin beweist eindrucksvoll, welchen Hochkaräter wir am 28. September einweihen“, erklärte Pföhler im Vorfeld des Festaktes, dem zwei „Tage der offenen Tür“ folgen: Am Samstag und Sonntag (29. und 30. September) präsentiert sich das neue Museum erstmals dem kunstinteressierten Publikum. Im Stellenwert für die Region vergleicht der Ahrweiler Landrat das Arp-Museum, das nach den Plänen des amerikanischen Star-Architekten Richard Meier errichtet wurde, „mit dem Bau des Nürburgrings in den 20er Jahren“.

Die Idee von Johannes Wasmuth, auf den Rheinhöhen in Rolandseck ein Arp-Museum mit Richard Meier zu bauen, geht 30 Jahre zurück. Der Durchbruch gelang, als der AW-Kreis innerhalb der Ausgleichsregion Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler Gelder für Projekte erhielt, die die Region wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell neu auf die Beine stellen sollten: allen voran die Fachhochschule RheinAhrCampus in Remagen, mehrere Gewerbegebiete, das Arp-Museum und weitere wirtschaftsfördernde Maßnahmen.

„Dennoch“, erinnert sich Pföhler, „war das Arp-Museum vielfach vom Scheitern bedroht. Es hing in erster Linie an der Finanzierung.“ Nach seinem Amtsantritt im Jahr 2000 sei „in sehr intensiven und schwierigen Verhandlungen der Durchbruch gelungen“. Die Kosten für den Neubau, der aus Tunnel, Pavillon und dem Museum auf dem Berg besteht, belaufen sich zusammen mit der Renovierung des Bahnhofs Rolandseck auf rund 32 Millionen Euro.

Das weiße Museum nach den Meier-Plänen sei vor allem „architektonisch ein Flaggschiff von international höchstem Niveau“. Wichtig für den Landrat vor allem: „Die großen Chancen für den Tourismus, die mit diesem neuen Highlight verbunden sind“. Insbesondere Hotellerie und Gastronomie würden davon profitieren. Denn innerhalb der Tourismus-Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler werde das Arp-Museum neue Besucherströme in den Kreis Ahrweiler lenken. Pföhlers Fazit: „Wir haben in einer Gemeinschaftsleistung hart für das Arp-Museum gekämpft und die große Chance, ein derart bedeutendes Museum in den Kreis zu holen, genutzt.“

FOTOS:
Architekt Richard Meier (l.) und Landrat Dr. Jürgen Pföhler. (Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler)
Auf der Höhe: das neue Arp-Museum über dem historischen Bahnhof Rolandseck (Foto: Horst Bernhard)


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.09.2007

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