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Die Hochsaison der Kopfläuse beginnt

Kindergartenkinder und Grundschüler betroffen – Befall ist keine Frage der Sauberkeit – Kuscheltiere in den Gefrierschrank – Gesundheitsamt informiert

Der Herbst kommt – und mit ihm die Hochsaison der Kopfläuse. Am meisten betroffen sind Kinder in Kindergärten und frühen Grundschuljahren. Dort treten die Kleinen in engen Körperkontakt, etwa in Spielgruppen. Was tun? Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Ahrweiler gibt Tipps.

Unter den sechs Arten der Menschenläuse kommt am häufigsten die Kopflaus vor (Pediculus humanus capitis). Die Parasiten sind 2 bis 3,5 Millimeter klein. Wegen der schnellen Übertragung durch direkten Haarkontakt beim Spielen oder Kuscheln dürfen Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit Kopflausbefall keine öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten betreten.

Für die Lausbekämpfung gibt es wirksame Präparate. Bei der Anwendung ist wichtig, den Beipackzettel genau zu beachten. Wenn die Erstanwendung genau nach den Vorschriften erfolgt ist, dürfen die Kinder wieder zurück in ihre Klassen und Kindergartengruppen. Da die Eier der Kopflaus bei einer chemischen Behandlung nicht sicher abgetötet werden, muss die Behandlung nach acht Tagen wiederholt werden, um auch die neu geschlüpften Läuse zu treffen.

Zwar lebt die Kopflaus im Normalfall nur in der menschlichen Kopfbehaarung, wo sie sich täglich von Blut ernährt; sie kann jedoch auch für maximal 55 Stunden ohne Nahrung in Kissen, Mützen oder Kappen überleben. Die Folge: Neben der Behandlung der Kopfhaare ist auch die gründliche Reinigung von Kämmen sowie Haar- und Kleiderbürsten notwendig. Unterwäsche und Bettwäsche sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Nicht waschbare Oberkleidung und Kuscheltiere sollten für vier Wochen in einen dicht schließenden Kunststoffbeutel gesteckt werden. Die Läuse werden dann durch Aushungern abgetötet. Alternative Möglichkeit: die Läuse bei minus 15 Grad (Gefrierschrank) in 24 Stunden abtöten. Zusätzlich sollten Polstermöbel und Teppichböden abgesaugt werden.

Die Kopflaus verbreitet sich vor allem dort, wo Menschen zumindest zeitweise in Gemeinschaft zusammenleben. Die tägliche Kontrolle in der Familie kann die Parasiten verbannen, wenn beim Befall sofort ein wirksames Präparat eingesetzt wird.

Der Befall ist keine Frage der persönlichen Sauberkeit. Auch im gepflegten Haar fühlen sich Läuse wohl. Übertragen werden sie neben dem direkten Kontakt auch durch das gemeinsame Benutzen von Bürsten, Kämmen, Jacken, Mützen, Decken und Kopfkissen. Die 2 bis 3,5 Millimeter messenden Kopfläuse sind mit bloßem Auge zu erkennen. Ein Weibchen lebt etwa 30 Tage und legt nach der Geschlechtsreife täglich drei bis vier Eier, die so genannten Nissen. Diese kleben bevorzugt in der Schläfen-, Ohren- und Nackengegend nahe dem Haaransatz.

Nissen unterscheiden sich von Kopfschuppen dadurch, dass sie sich nicht abstreifen lassen. Nach etwa acht Tagen schlüpfen aus den Eiern die Larven. Mindestens 18 Tage dauerst es insgesamt, bis sich geschlechtsreife Kopfläuse entwickelt haben. Kopfläuse der hiesigen Region übertragen keine Krankheiten wie das Läusefieber.

Fazit: Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Betroffenen und deren Umfeld mit dem Arzt und der Gemeinschaftseinrichtung sind für eine erfolgreiche Beseitigung der Kopfläuse notwendig. Noch Fragen? Das Kreis-Gesundheitsamt Ahrweiler hilft gerne weiter: Heike Lück, Ruf 02641/975-629. Dort sind auch Merkblätter erhältlich.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.09.2007

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