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Kindertagesstätten bieten verstärkt Sprachförderungen an

Kinder sollen bei Einschulung Gespräche auf Deutsch führen können – 177.000 Euro bewilligt – Programm „Zukunfts-Chance Kinder – Bildung von Anfang an“

Immer mehr Kindertagesstätten im Kreis Ahrweiler bieten Sprachfördermaßnahmen an. Diese Angebote im letzten Jahr vor der Einschulung richten sich vorwiegend an Kinder, die Förderbedarf in der deutschen Sprache haben, der im Alltagsablauf einer Kindertagesstätte jedoch nicht gedeckt werden kann. Die Sprachförderungen sowie Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule laufen derzeit in mehr als der Hälfte der Tagesstätten: 36 der kreisweit 64 Kitas bieten insgesamt 73 Maßnahmen an.

Die Experten des Kreis-Jugendamtes zeigten sich erfreut über diese große Resonanz. Mit Hilfe dieser Maßnahmen erhielten auch Kinder aus benachteiligten Familien frühe Zugänge zur Bildung und somit bessere Start-Chancen. Die Angebote werden mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz finanziert, die aus dem Programm „Zukunfts-Chance Kinder – Bildung von Anfang an“ fließen. Für den Förderzeitraum 2007/2008 wurden im AW-Kreis 177.000 Euro bewilligt.

Das Programm zielt insbesondere auf Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache ab. In der Praxis wird es mittlerweile auf alle Kinder mit entsprechenden Bedarfen ausgeweitet. Je nach Förderbedarf werden Basis- und Intensivfördermodule angeboten (51 Basis-, 16 Intensivfördermodule). Das angepeilte Ziel: Die Kinder sollen spätestens zur Einschulung fähig sein, sich aktiv und passiv an einem Gespräch auf Deutsch zu beteiligen und einer vorgelesenen Geschichte auf Deutsch zu folgen.

Die Sprachfördermaßnahmen umfassen keine therapeutische Behandlung von Störungen oder Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung und des Sprechens.

Über die Sprachförderung hinaus werden im Rahmen des Programms in sechs Kindertagesstätten weitere Maßnahmen angeboten, und zwar zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule. Diese Maßnahmen gelten für Kinder im Jahr vor der Einschulung. Kindergärten und Grundschulen kooperieren vor Ort, um den Kindern den Übergang zwischen den beiden Lebensabschnitten zu erleichtern.

Erfreulich: Die Zahl der teilnehmenden Kitas steigt deutlich: Im Kindergartenjahr 2006/2007 boten 27 Tagesstätten 46 Sprachförderungen und Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs an – jetzt sind es 36 Tagesstätten mit 73 Maßnahmen.

Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Jugendamt, Holger Lind, Ruf 02641/975-361, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, holger.lind@kreis-ahrweiler.de.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.10.2007

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