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Temperatur aus der Tiefe drückte Gasverbrauch auf null

Kreis setzt auf alternative Energietechnik – Erdwärmeheizung bei Adenau in Betrieb

Pünktlich zum Winterbeginn hat die neue Erdwärmeheizung an der Nürburgringschule in Wimbach den Betrieb aufgenommen. Zuvor hatte eine Spezialfirma vier Löcher jeweils 150 Meter in die Tiefe getrieben, um die Erdwärme zu erschließen. „Bei unseren Schulen setzen wir weiter auf erneuerbare Energieformen und ökologische Heiztechniken“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt bei einem Besuch an dieser kreiseigenen Förderschule.

Dabei erfuhr Pföhler gemeinsam mit Schulleiter Udo Stratmann eine erste technische Zwischenbilanz. Die Wimbacher Erdwärmeheizung wird zur Spitzenlastabdeckung durch eine kleine Gasheizung ergänzt. Will heißen: Sollten die Temperaturen aus der Tiefe einmal nicht ausreichen, springt der Gasbetrieb an. Drei Wochen nach dem Start der neuen Anlage Anfang November – einer rechten kalten Periode – wurde der Gasverbrauch gemessen. Das Ergebnis: null.

Die Nürburgring-Schule bei Adenau wird derzeit energietechnisch umfassend saniert. Der Kreis Ahrweiler als Schulträger installiert die Erdwärmeheizung, dämmt die Gebäudehülle und baut neue Fenster ein. Dafür stehen in den Jahren 2007 und 2008 rund 300.000 Euro bereit. Der Kreis verfolgt nach den Worten des Landrats eine doppelte Strategie: den Energiebedarf durch die moderne Dämmung reduzieren und zugleich den verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien in Form von Erdwärme decken. Pföhler: „Auch angesichts steigender Energiepreise ist es wichtig, auf neue Techniken zu bauen.“

Die Strategie des Kreises basiert auf einem Drei-Säulen-Konzept beim Gebäude-Management: dem klassischen Energiesparen, Solardächern und alternativen Heizformen. Weiteres Beispiel: Am Schulzentrum Bachem mit den kreiseigenen Förderschulen Don-Bosco und Levana wird gemeinsam mit der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Holzhackschnitzelheizung errichtet. Als drittes steht die energetische Überprüfung der Janusz-Korczak-Schule in Sinzig an, die als letzte Kreisschule noch mit Öl beheizt wird.

Die Nürburgring-Schule in Wimbach ist mit 40 Schülern die kleinste kreiseigene Schule. Im Rahmen des 30 Millionen Euro-Schulbauprogramms des Kreises wurden frühere Lagerräume zu einem zusätzlichen Klassenraum zusammengefasst. Die Schule verfügt über Internetzugänge in jedem Klassenraum. Die Heizungsbaufirma Knops aus Adenau hatte die beiden Wärmepumpen jüngst geliefert und angeschlossen.

FOTO: Schalten um auf alternative Heiztechnik: Herbert Wiemer von der Kreisverwaltung (v.l.), Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Schulleiter Udo Stratmann mit den Technikern Andreas Will und Markus Knops.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 30.11.2007

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