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Breitband-Initiative auf breite Basis gestellt

Landrat: „Wir haben den Anstoß gegeben“ – Sky-DSL und Richtfunk-Masten als Alternativen

Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat die „DSL-Initiative“ des Kreises Ahrweiler, die Breitband-Lücken schließen und damit für eine bessere Internet-Versorgung insbesondere im ländlichen Raum sorgen soll, an das Land Rheinland-Pfalz übergeben.

„Wir haben den Anstoß gegeben, jetzt haben wir mit Mainz einen starken Partner an unserer Seite, der landesweit mehrere Maßnahmen startet“, sagte Pföhler bei der Veranstaltung „Breitbanddialog Rheinland-Pfalz“ in der Kreisverwaltung Ahrweiler. Zugleich dankte er dem Mainzer Wirtschaftsminister Hendrik Hering für dessen Unterstützung. Breitband werde auch im AW-Kreis zu einem wichtigen Standortfaktor der Unternehmen. Der Landrat: „Auch für Privathaushalte wird DSL immer wichtiger, beispielsweise für das Homebanking und für Schüler.“

Die Veranstaltung, zu der die it-Akademie Koblenz, die Industrie- und Handelskammer mit Dr. Bernd Greulich und die Kreis-Wirtschaftsförderung alle Kommunen sowie 300 Unternehmer eingeladen hatten, bezeichnete der Landrat als „fachlich hochkarätig, aber leider nur mäßig besucht“. Weitaus mehr Vertreter der Gemeinden und Städte hätten wertvolle Tipps für die Breitband-Versorgung vor allem im ländlichen Raum erhalten können, betonte Pföhler.
Solche Tipps gaben die anwesenden Spezialisten, die ein breites Portfolio an Technik vorstellten – unter anderem Dietmar Helms von der it-akademie, die für das Mainzer Wirtschaftsministerium arbeitet. Wenn die Kabelversorgung, in erster Linie durch die Deutsche Telekom, nicht ausreiche, solle man Alternativen prüfen, empfahlen die Techniker. Beispielsweise könne die Breitbandversorgung via Satellit „Sky-DSL“ oder der Richtfunk, der über Versorgungsmasten laufe, für Ortsgemeinden und Privathaushalte als Alternative zum Kabel interessant sein.

Kreis-Wirtschaftsförderer Guido Nisius berichtete über das Aktionsbündnis des Deutschen Landkreistags, des Deutschen Gemeinde- und Städtebundes sowie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Diese Initiative wolle Bestrebungen auf Bundes- und Landesebenen sowie in der Wirtschaft parteiübergreifend koordinieren. So solle für jede Kommune, die unterversorgt oder sogar unversorgt sei, ein umfassendes Datenblatt erstellt werden. Diese Daten sollen zur Beurteilung geeigneter Erschließungstechnologien, deren Wirtschaftlichkeit und geeigneter Fördermöglichkeiten dienen, so Nisius.

Bei dem Workshop im Kreishaus standen weitere Experten zu Breitband, IT-Dienstleistung sowie Hard- und Softwaretechnik den Gästen Rede und Antwort. Landrat Pföhler meinte abschließend: „Allmählich kommt Bewegung in die Sache. Landesregierung und Aktionsbündnis lassen die regionalen Bedarfe analysieren. Ich bin heilfroh, dass wir diese Vorarbeit im Kreis Ahrweiler schon geleistet haben.“

FOTO: Dr. Bernd Greulich (v.l.), Dr. Jürgen Pföhler und Dietmar Helms wollen die DSL-Versorgung gemeinsam mit dem Land forcieren.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.12.2007

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