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Partnerschaft mit Ruanda lebt seit 20 Jahren

Landrat: Den Blick auf eines der ärmsten Länder der Erde richten

Die Partnerschaft zwischen dem Kreis Ahrweiler und der Gemeinde Kivu beziehungsweise dem Distrikt Nyaruguru in Ruanda besteht 2008 seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum nimmt Landrat Dr. Jürgen Pföhler zum Anlass für die Bitte, dass die AW-Bürger ihren Blick auch auf Ruanda, eines der ärmsten Länder der Erde, richten. Für weitere Projekte in Ruanda seien Spendengelder stets willkommen, so der Landrat.

Seit 1988 unterstützt der Kreis die Menschen in Ruanda finanziell. Bis heute flossen 22.000 Euro an Spenden. Das Geld kam den Menschen direkt zugute. Denn das Verhältnis zwischen Ahrweiler und der Partnergemeinde versteht sich als „Partnerschaft von unten“. Mit weiteren Spenden soll der Bau einer Lagerhalle für landwirtschaftliche Erzeugnisse in Nyabimata, einem der vier Sektoren des Distrikts Nyaruguru, gefördert werden.

Erste Kontakte knüpfte der AW-Kreis mit der Gemeinde Kivu 1985. Im Juli 1988 beschloss der Kreistag, die kommunale Patenschaft für Kivu zu übernehmen. Seitdem wurden mehrere Projekte gezielt gefördert, etwa der Neubau der Primarschule Gahrizi (1996) sowie die Anschaffung von Saatgut, Dünger, Ackergerät und Nutztieren (2005). Zuletzt flossen Mittel in den Aufbau einer Ziegenzucht in Nshili. Der Kreis Ahrweiler unterhält die Partnerschaft heute mit dem Distrikt Nyaruguru, der nach zwei Gebietsreformen aus dem früheren Distrikt Nshili und der ursprünglichen Patengemeinde Kivu hervorging.

Grundlage für die Aktivitäten aus dem Kreis Ahrweiler ist die Partnerschaft zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (1884-1916). Ruanda ist ein kleiner, dicht bevölkerter Binnenstaat in Zentralafrika. Mit rund neun Millionen Einwohner auf einer Fläche von rund 26.000 Quadratkilometern (Rheinland-Pfalz: rund 4 Millionen Einwohner auf knapp 20.000 Quadratkilometern) ist Ruanda der am dicht besiedelte Staat Afrikas. Nicht zuletzt wegen der Konflikte zwischen den einheimischen Volksgruppen der Hutu und Tutsi, die im Völkermord an den Tutsi 1994 gipfelten, zählt das Land zu den ärmsten der Erde und ist auf fremde Hilfe angewiesen.

Wer in Nyaruguru helfen möchte: Spenden können auf das Konto 821 900 bei der Kreissparkasse Ahrweiler (BLZ 577 513 10) eingezahlt werden.

FOTO: Einheimische Kinder und Jugendliche hoffen auf eine Zukunft in Ruanda.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.12.2007

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