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„Sehr hohe Akzeptanz in einem oftmals schwierigen Metier“

Naturschutzexperte Willi Beu tritt in den Ruhestand – Führungskraft mit ausgeprägtem Fachwissen

Eine Koryphäe und Kapazität des Naturschutzes und der Landespflege im Kreis Ahrweiler geht in den Ruhestand. Nach 45 Berufsjahren in der Kreisverwaltung hat Willi Beu die Altersteilzeit angetreten.

Willi Beu habe „sehr hohe Akzeptanz in einem oftmals schwierigen Metier“ genossen, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Verabschiedung des Oberamtsrates, der die Abteilung für Umwelt und Strukturentwicklung leitete. Er habe stets die „große Erfahrung und das umsichtige Vorgehen“ Beus geschätzt, betonte Pföhler.

Der Beamte und Naturschutzexperte selbst sprach rückblickend von einer „oftmals schwierigen Gratwanderung“, bei der die Belange des Naturschutzes und beispielsweise der Gewerbebetriebe zu berücksichtigen und zu vereinbaren gewesen seien. Er habe stets Wert darauf gelegt, direkte und persönliche Gespräche zu führen, um mit den Beteiligten gangbare Wege zu finden.

Willi Beu begann 1963 seine Ausbildung im Kreishaus. Als Beamter zunächst der mittleren und nach entsprechender Laufbahnprüfung des gehobenen Dienstes durchlief der Diplom-Verwaltungswirt verschiedene Stationen: die Führerscheinstelle, die Kreiskasse, die Ausbildungsförderung und die Wohnungsbauförderung. 1981 begann er in der Landespflege zunächst als Sachbearbeiter, 1985 wurde er Referats- und 2004 Abteilungsleiter.

Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die Bauleitplanung in den Städten und Gemeinden, Bauvorhaben aller Art und Eingriffsbewertungen im Außenbereich, Natura-2000-Schutzgebiete, der Nürburgring, der Straßen- und Radwegebau sowie die Zusammenarbeit etwa mit Kommunen, Forstämtern, Naturschutzverbänden und dem Landespflegebeirat. Zum Schluss hat er ein Naturschutz-Großprojekt mit angestoßen: das Gewässer-Randstreifenprogramm Obere Ahr-Hocheifel mit 3.000 Hektar Fläche.

Im Kollegenkreis galt er als Führungskraft mit ausgeprägtem Fachwissen, gepaart mit menschlichen Umgangsformen. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schenkten dem Naturliebhaber zum Abschied eine Holzbank: „als Ruhesitz“. Allerdings kündigte der Winzer, der mit seiner Familie in Ahrweiler wohnt, einen agilen Ruhestand an: „Wer eine Arbeit hinter sich hat, soll eine neue vor sich haben“, sagt er. Und will sich jetzt noch mehr seiner „geliebten Freizeitbeschäftigung“ widmen: dem Weinbau und seinen Traditionen.

FOTOS: Im Kreise von Kollegen verabschiedet: Willi Beu (Mitte rechts) und Dr. Jürgen Pföhler.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 06.06.2008

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