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Osteuropäische Haushaltshilfen müssen angemeldet werden

„Polin sucht Aufgabe in Haushalt, Pflege und Betreuung. Wohnmöglichkeit erforderlich.“ Anzeigen dieser Art finden sich häufig in den Stellenanzeigen der Zeitungen. Was auf den ersten Blick seriös aussieht, entpuppt sich beim näheren Hinsehen oft als Schwarzarbeit mit den bekannten Schattenseiten. Die Kreispflegekonferenz im Kreis Ahrweiler, der Vertreter von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen angehören, verfolgt das Ziel, hierbei zu informieren und aufzuklären.

Die meisten pflegebedürftigen Menschen möchten, solange es geht, zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung leben. Dies ist häufig nur möglich, wenn jemand da ist, der sich um Pflege und Haushalt kümmert. Hier bieten die ambulanten Pflegedienste im Kreis Ahrweiler ein breites Leistungsspektrum. Nähere Informationen geben die Beratungs- und Koordinierungsstellen in Adenau, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Niederzissen und Sinzig.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine osteuropäische Haushaltshilfe legal einzustellen. Diese wird bei den Behörden angemeldet kann bis zu drei Jahre mit hauswirtschaftlichen Arbeiten beschäftig werden. Mit der Vermittlung beauftragt ist die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), Villemombler Straße 76, 53123 Bonn, Hotline 0228/7131414.

Die Haushaltshilfen müssen sich zunächst beim Arbeitsamt ihres Heimatlandes bewerben. Der Pflegebedürftige seinerseits muss bei seiner örtlichen Agentur für Arbeit ein Stellenangebot abgeben. Er kann auch eine ihm bekannte Haushaltshilfe namentlich für die Anforderung benennen. Ferner muss der Arbeitgeber nachweisen, dass im Haushalt ein Pflegebedürftiger lebt, der von der Pflegekasse der Pflegestufe I, II oder III zugeordnet wurde.

Der Pflegebedürftige oder sein Angehöriger wird durch die Beschäftigung der Haushaltshilfe zu deren Arbeitgeber. Um als Arbeitgeber gegenüber den Sozialversicherungsträgern auftreten zu können, muss er bei der Agentur für Arbeit eine Betriebsnummer beantragen. Außerdem ist ein Arbeitsvertrag zwischen dem pflegebedürftigen Menschen oder der hierzu befugten Person einerseits und der Haushaltshilfe andererseits vorzulegen. Der Vertrag muss dem üblichen deutschen Arbeitsrecht entsprechen.

Weitere Informationen erhalten Ratsuchende bei der örtlichen Agentur für Arbeit.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.06.2008

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