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AW-Bürger sammeln 13.000 Kilo Alt-Batterien zum Verwerten

Aber: Zu viele der Mini-Kraftwerke landen noch in der Mülltonne – AWB gibt Tipps – Kostenloses und bequemes Rückgabenetz bei Supermärkten und Händlern

Alte Batterien und Akkus haben es in sich. Sie enthalten Wertstoffe und Schadstoffe. Deshalb werden sie, abseits der Mülltonnen, gesondert entsorgt und wiederverwertet. Die Menschen im Kreis Ahrweiler machen mit. 13.000 Kilogramm Altbatterien und Akkus gaben sie im vergangenen Jahr zum Wiederverwerten zurück an Supermärkte und Händler. Eine imposante Zahl.

Nicht imposant genug, meint der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB). „Jede zweite Altbatterie oder Akku landet noch immer in der schwarzen Restmülltonne, der Gelben Wertstofftonne oder sogar der braunen Biotonne“, stellt Abfallberater Volkmar Hintze fest. Diese verbesserungsfähige Verwertungsquote entspreche dem bundesweiten Durchschnitt.

Erfreulich hingegen: Jahr für Jahr steige die Masse der zurückgegebenen Minikraftwerke – bundesweit und auch im AW-Kreis. Das liege vor allem am dicht geknüpften Netz der Rückgabemöglichkeiten für die leeren Energiespeicher, so Hintze. Jeder Supermarkt und jeder Händler, der Batterien verkauft, ist nach der Batterieverordnung verpflichtet, alte Batterien und Akkus zurückzunehmen, und zwar unentgeltlich. Dafür stehen die grünen Sammelboxen des „Gemeinsamen Rücknahmesystems Batterien“, kurz GRS, in jedem Laden, der Batterien verkauft.

Das Recyceln von Batterien und Akkus gewinnt Wertstoffe wie Zink, Eisen Nickel, Blei und Cadmium zurück für den Energiekreislauf. Und: Rest- und Biomüll werden von solchen Schadstoffen verschont.

„Diese Vorteile sollten alle Bürger davon überzeugen, das kostenlose und bequeme Rückgabesystem zu nutzen“, appelliert Hintze an die breite Öffentlichkeit. Dass im AW-Kreis noch „Luft nach oben“ bestehe, belege folgende Statistik. Die 13.000 gesammelten Kilogramm entsprechen 100 Gramm pro AW-Bürger und Jahr. Bundesweit sieht dies etwas besser aus. 14.000 Tonnen entsprechen 171 Gramm pro Bundesbürger. Im Vergleich zum Jahr 2005 bedeutet dieser Wert übrigens eine Steigerung um sieben Prozent.

Stichwort GRS: Die von Batterieherstellern gegründete Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (www.grs-batterien.de) übernimmt seit Inkrafttreten der Batterieverordnung im Oktober 1998 bundesweit unentgeltlich die Rücknahme, das Abholen, Sortieren und die Verwertung von Batterien und Akkus. Die grünen Sammelbehälter von GRS-Batterien stehen in allen Geschäften, die Batterien im Sortiment führen, sowie bei kommunalen Sammelstellen und vielen öffentlichen Einrichtungen. Finanziert werden die Entsorgungsleistungen mit den Beiträgen der mehr als 800 Batteriehersteller und Batterieimporteure, die Vertragspartner des Gemeinsamen Rücknahmesystems sind.

Im Gegensatz zu den Gerätebatterien und Akkus sind Fahrzeugbatterien mit einem Pfand von 7,50 Euro pro Stück belegt. Diese Batterien werden ausschließlich von Handel und Werkstätten zurückgenommen, der neue Autobatterien verkaufen. Das Pfand wird beim Neukauf verrechnet.

Wer Autobatterien bei der Schadstoffsammlung des Kreises Ahrweiler oder beim Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ in Niederzissen abgibt, bekommt keinen Pfand erstattet. Denn diese Einrichtungen verkaufen keine Batterien und haben folglich keinen Pfand erhoben.

Noch Fragen? Die AWB-Abfallberatung steht für weitere Infos gerne zur Verfügung: Ruf 02641-975-222 oder 975-258, Internet: www.kreis-ahrweiler.de („Verwaltung online“, „Abfallwirtschaftsbetrieb“) oder direkt auf den AWB-Seiten: www.awb-ahrweiler.de.

FOTOS und GRAFIKEN.
Personenfoto: Volkmar Hintze


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.08.2008

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