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Naturschutz-Großprojekt: Planungsbüro hat Zuschlag erhalten

Obere Ahr-Hocheifel: Pflege- und Entwicklungsplan als Herzstück des Gesamtprojektes – Vorteile auch für Landwirtschaft, Hochwasserschutz und Tourismus

Beim Naturschutz-Großprojekt Obere Ahr-Hocheifel ist der nächste Schritt geschafft: Das europaweite Ausschreibungsverfahren zur Vergabe des Pflege- und Entwicklungsplans ist abgeschlossen. Das meldet die Kreisverwaltung Ahrweiler.

Bei dem Gewässer-Randstreifenprojekt handelt es sich um ein ökologisches Großvorhaben, das der Kreis Ahrweiler auf den Weg gebracht hat. Es wird in der Verbandsgemeinde Adenau umgesetzt. Die Oberahr und sämtliche Zuflüsse einschließlich ihrer Auen sollen geschützt und ihre natürliche Entwicklung nachhaltig gesichert werden. Weitere Vorteile neben der Ökologie liegen in der Landwirtschaft, beim Hochwasserschutz und im Tourismus.

Nach dem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat das Planungsbüro Björnsen Beratende Ingenieure aus Koblenz den Zuschlag erhalten. Das beauftragte zwölfköpfige Expertenteam wird geleitet von zwei erfahrenen Landschaftsplanerinnen: Diplom-Ingenieurin Angelika Halbig und Diplom-Geografin Birgit Rummel. „Der Pflege- und Entwicklungsplan ist das Herzstück des Gesamtprojektes“, erklärte Projektleiter Dr. Jochen Mölle. „Wir legen daher größten Wert auf eine professionelle Bearbeitung.“

Das Projekt Obere Ahr-Hocheifel ist das bislang umfangreichste Naturschutzvorhaben des Kreises Ahrweiler. Es dient dem Erhalt und Ausbau ökologisch wertvoller Gewässer- und Auenbereiche und wird zu 90 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln finanziert. Das Projekt ist in zwei Abschnitte unterteilt: Seit Ende 2007 läuft die dreijährige Planungsphase – Ende 2010 schließt sich dann die siebenjährige Umsetzungsphase an.

Das Büro Björnsen hat die ersten Auswertungen von Unterlagen vorgenommen und beginnt jetzt mit der Erhebung der umfangreichen Planungsgrundlagen. Der naturräumliche Zustand sowie die Nutzungsmöglichkeiten und -interessen sollen möglichst genau untersucht werden. Die Untersuchungen erstrecken sich auf die gesamte Verbandsgemeinde Adenau. Das Kerngebiet des Projekts umfasst alle darin vorkommenden Fließgewässer und Auenbereiche und ist mehr als 3.000 Hektar groß. Anschließend werden konkrete Ziele formuliert und potenzielle Maßnahmen geplant.

Die Projektleitung legt besonderen Wert darauf, dass die Planungen von Anfang an in enger Abstimmung mit den lokalen Interessensgruppen ablaufen. Regelmäßige Arbeitsgruppensitzungen, Arbeitskreise, öffentliche Veranstaltungen und Einzelgespräche vor Ort sollen für einen Erfolg des Vorhabens sorgen.

Der abgestimmte Pflege- und Entwicklungsplan soll in etwa zweieinhalb Jahren als Ergebnis der Planungsphase vorliegen. Dieser Plan dient als flächenscharfer Maßnahmenkatalog für die anschließende Umsetzungsphase. – Info: Dr. Jochen Mölle, Ruf 02641/975-256.

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Alles im Plan für „Obere Ahr-Hocheifel“: Diplom-Geografin Birgit Rummel (v.l.), Diplom-Ingenieurin Angelika Halbig und Projektleiter Dr. Jochen Mölle.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.08.2008

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