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Kinder- und Jugendheime: Kreis erwartet 600.000 Euro Mehrausgaben

Der Kreis Ahrweiler hat mit erheblich steigenden Ausgaben für die Unterbringung von Kindern und minderjährigen Jugendlichen in Heimen zu kämpfen. Wenn sich der Trend des ersten Halbjahres fortsetzt, sind für 2008 mit Mehrausgaben von über 600.000 Euro im Vergleich zu 2007 zu rechnen.

Seit Jahren investiert der Kreis verstärkt in den Ausbau ambulanter Hilfen. Beispiel sozialpädagogische Familienhilfe: Hier gehen Sozialarbeiter auf die Familien zu und arbeiten mit ihnen zusammen, teilweise über längere Zeiträume. Wenn jedoch solche Instrumentarien in und mit der Familie nicht mehr greifen – was bei Jugendlichen aufgrund zuvor über Jahre entstandener negativer Entwicklungen der Fall sein kann –, bleibt nur die Fremdunterbringung in einem Heim.

Vier Faktoren sind nach Angaben der Kreisverwaltung ausschlaggebend für die jetzt anstehenden Mehrkosten. Erstens: die weiter steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die im Rahmen der Hilfe zur Erziehung in einem Heim untergebracht werden müssen. Im August waren dies 120 und somit 23 mehr als zum Jahresbeginn 2007. Dieser Trend ist zugleich das Ergebnis der Bevölkerungsentwicklung mit einem zahlenmäßigen Anstieg der Altersklasse junger Menschen ab 14 Jahren.

Zweitens zeichnet sich ab, dass viele dieser Hilfen in den Einrichtungen nur durch intensive Betreuungsmaßnahmen zu gewährleisten sind. Dies führt zu höheren Kosten für die einzelnen Maßnahmen.

Drittens: Auch die Zahl derjeniger Fälle ist gestiegen, in denen das Kreis-Jugendamt eine Krisenintervention vornehmen musste, beispielsweise um eine Gefährdung des Kindeswohls zu verhindern. Viertens: Die Pflegesätze in den Heimen verteuern sich. So haben sich die Sätze einzelner Heimeinrichtungen seit Ende 2007 um bis zu zehn Prozent erhöht .

Die Gesamtentwicklung sei tendenziell auch in anderen Kreisen zu beobachten, meldet die Kreisverwaltung Ahrweiler abschließend.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.09.2008

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