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Heimat: Reich bebildert, auf 284 Seiten, im festen Einband

Das Jahrbuch des Kreises Ahrweiler als „starke Gemeinschaftsleistung“ für 5,80 Euro

Das Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2009 ist da. Es ist ab sofort im Buchhandel und an zahlreichen Verkaufsstellen im Kreisgebiet erhältlich – „und das nach wie vor zum sensationell günstigen Preis von 5,80 Euro“, wie Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Vorstellung des Werks betonte. Das reich bebilderte Buch umfasst 284 Seiten im festen Einband.

Pföhler sprach von einer „starken Gemeinschaftsleistung“, an der 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt waren, denen er herzlich dankte. Ohne die ehrenamtlichen Autoren sei der 66. Jahrgang des Werks, dazu noch zu einem solchen Preis, nicht machbar. Den Weiss-Druck + Verlag (Monschau), bei dem das Buch erscheint, lobte er als einen „seit 1982 verlässlichen und kooperativen Partner des Kreises Ahrweiler“.

„Vergegenwärtigung der Vergangenheit, Dokumentation der Gegenwart, Quellenwerk für die Zukunft“

In einer Zeit der Globalisierung, der weltweiten Vernetzung und der internationalen Abhängigkeiten werde das Wort „Heimat“ für die meisten Menschen immer wertiger. „Das spüre ich immer wieder bei meinen Begegnungen, vor allem auch mit Jugendlichen“, erzählte der Landrat. Den Epochen und Generationen übergreifenden Ansatz des Heimatjahrbuchs formulierte er mit dem Dreiklang „Vergegenwärtigung der Vergangenheit, Dokumentation der Gegenwart, Quellenwerk für die Zukunft“.

Bunker, Bäder, Bilder

Einige Blicke in den Inhalt: Die Eröffnung des Museums des Kalten Krieges im ehemaligen Regierungsbunker wird ebenso gewürdigt wie der Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit 250 000 Besuchern. Bad Neuenahrs 150-jährige Heilbadgeschichte und die des jüngeren Bad Breisig, das 1958 offiziell Bad wurde, sind beschrieben und bebildert.

Die Förderung des Ländlichen Raumes durch das kreiseigene Programm zielt ab auf alle Regionen zwischen Rhein und Hocheifel. Evelyn Dirks schreibt über die Gleichstellungsarbeit. Erfreulich: Auch Themen über junge Menschen kommen zur Sprache. Etwa die Nürburgring-Schule, die liebevoll „Uni Wimbach“ genannt wird, ferner Schülerzeitungen im Kreis, die als „bissig, bunt und vielseitig“ gelten, der Triathlon für Kinder und Jugendliche auf der Grafschaft oder der 2008 eröffnete Waldkletterpark in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Was wäre der Kreis Ahrweiler ohne seine Künstler? Vorgestellt werden exemplarisch die finnische Bildhauerin Sirpa Masalin, Otto Kley mit seinen Bronzeplastiken an der Ahrweiler Stadtmauer, der verstorbene Maler Franz Steinborn oder die Kleinkunst in Mayschoß.

Exkursionen in die Erdgeschichte sowie in Natur und Landschaft, etwa zur vielfältigen Auenlandschaft des Mittelrheintals, zählen ebenso zum Themenrepertoire wie der Wein, beispielsweise dessen positive Wirkung bei der Erwachsenendiabetes, der Weinbauverband Ahr, die Weinbau-Bruderschaft Bad Breisig sowie das Bestreben in Bad Bodendorf, die dortige Weinbautradition wiederzubeleben.

Die Einblicke in die spannende Historie der Kreisregion reichen von der römischen Zeit (vom Niedergermanischen Limes und seinen Überresten am Rhein) bis zum Zweiten Weltkrieg. Beschrieben werden der Verfall der Burgen (Beispiel Nürburg), die Wachtpflicht der Ahrweiler Bürger im 17. Jahrhundert, ein Gerichtssiegel in Nierendorf, Schlossbauten auf dem Aremberg oder die jüdische Geschichte in Niederzissen, Remagen und Oberwinter.

Als Personen portraitiert werden Hermann Joseph Abs in Oedingen, Pater Anton Paulsen in Brohl-Lützing, „de Eisbeer“ von Brohl, das sogenannte Goldmännchen von Altenahr sowie Bertrams Karl mit seinem Wildschwein Fritz in Adenau. Nicht nur für Gläubige interessant sind Artikel über Kapellen.

Weitere Themen: mysteriöse Todesfälle am Laacher See um 1870, Chöre (Apollinaris-Kirchenchor und MGV Niederoberweiler) und die Taubenzucht. Hinzu kommen Volkskundliches, Anekdoten, Kriminalistisches, Mundart und Gedichte. Hinweise auf neue Schriften und Statistiken runden das neue AW-Werk ab.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.11.2008

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