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Drei von vier Kindertagesstätten bieten Sprachfördermaßnahmen an

Kinder sollen bei Einschulung Gespräche auf Deutsch führen können – 194.000 Euro bewilligt – Landesprogramm „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“

Die Zahl der Kindertagesstätten im Kreis Ahrweiler, die Sprachfördermaßnahmen anbieten, steigt. Die Angebote richten sich vorwiegend an Kinder, die Förderbedarf in der deutschen Sprache haben, der im Alltagsablauf einer Kindertagesstätte nicht gedeckt werden kann. Die Maßnahmen erstrecken sich jetzt neben dem letzten auch auf das vorletzte Jahr vor der Einschulung.

Wie die Kreisverwaltung Ahrweiler meldet, laufen die Sprachförderungen sowie Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule derzeit in fast Dreiviertel der Kindertageseinrichtungen: 44 der kreisweit 64 Kitas bieten insgesamt 83 Maßnahmen an. Der Vorjahresvergleich: Im Kindergartenjahr 2007/2008 waren in 36 Tagesstätten 73 Sprachfördermodule und Maßnahmen zur Vorbereitung des Übergangs angeboten worden.

Die Experten des Kreis-Jugendamtes äußern sich erfreut über diese steigende Resonanz. Mit Hilfe dieser Maßnahmen erhielten auch Kinder aus benachteiligten Familien frühe Zugänge zur Bildung und somit bessere Start-Chancen. Die Angebote werden mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz finanziert, die aus dem Programm „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“ fließen. Für den Förderzeitraum 2008/2009 wurden im AW-Kreis 194.000 Euro bewilligt.

Das Programm zielte ursprünglich ab auf Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache. Inzwischen wurde es auf alle Kinder mit entsprechenden Bedarfen ausgeweitet. Je nach Förderbedarf werden Basis- und Intensivfördermodule angeboten (68 Basis- und 12 Intensivfördermodule). Das angestrebte Ziel: Die Kinder sollen spätestens zur Einschulung fähig sein, sich aktiv und passiv an einem Gespräch auf Deutsch zu beteiligen und einer vorgelesenen Geschichte auf Deutsch zu folgen.

Die Sprachfördermaßnahmen umfassen keine therapeutische Behandlung von Störungen oder Beeinträchtigungen der Sprachentwicklung und des Sprechens.

Über die Sprachförderung hinaus werden im Rahmen des Programms in drei Kindertagesstätten weitere Maßnahmen angeboten, und zwar zur Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule. Diese Maßnahmen gelten für Kinder im Jahr vor der Einschulung. Kindergärten und Grundschulen kooperieren vor Ort, um den Kindern den Übergang zwischen den beiden Lebensabschnitten zu erleichtern.

Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Jugendamt, Holger Lind, Ruf 02641/975-361, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, holger.lind@kreis-ahrweiler.de.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.11.2008

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